Oldenburg Der sichtlich enttäuscht wirkende Trainer Mladen Drijencic fasste die 82:86 (40:54)-Heimniederlage seiner EWE Baskets Oldenburg gegen die Baskets Bonn am späten Samstagabend treffend zusammen: „In der ersten Halbzeit waren wir physisch nicht präsent genug in der Verteidigung“, sagte der Oldenburger Coach: „Da haben wir zu einfache Punkte kassiert.“ Das bedeutet, dass der deutsche Vizemeister wohl länger als erhofft auf die feste Buchung eines Playoff-Platzes warten muss.

Probleme auf den großen Positionen

Vor allem auf den großen Positionen hatten die Oldenburger Bundesliga-Basketballer beträchtliche Probleme gegen die Gäste. Allerdings hatte das Drijencic-Team auch mit Personalproblemen zu kämpfen.

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Denn was sich in den Tagen zuvor angedeutet hatte, wurde am Samstag Gewissheit: Die Oldenburger mussten ohne ihren Center Rasid Mahalbasic auskommen. Überdies fehlte auch Forward Maxime de Zeeuw verletzungsbedingt. Vor allem der österreichische Nationalspieler Mahalbasic wurde schmerzlichst vermisst.

So zeigte das Team vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften großen Arena zwei Gesichter. In der ersten Hälfte agierte Oldenburg ohne Kampfgeist und defensiv weitgehend orientierungslos. In den Vierteln drei und vier gelang dann fast noch die Wende. „In der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie wir von Anfang an spielen wollten“, sagte Drijencic, „dann hatten wir auch die Chance, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Leider kam etwas Pech dazu und wir wurden letztendlich für die Leistung aus der ersten Halbzeit bestraft.“

Massenat drückt Spiel seinen Stempel auf

Schon nach 30 Sekunden versenkte Bonns stark aufspielender Point Guard Josh Mayo (mit 24 Punkten bester Werfer seines Teams) einen Dreier im Ring der Oldenburger. Insgesamt trafen die Bonner starke 41 Prozent ihrer Dreipunktewürfe, Oldenburg dagegen nur 29 Prozent. Der zuletzt so überzeugende Mickey McConnell (4) hatte sichtlich Probleme, Mayo im Zaum zu halten.

Auch Isaiah Philmore (13) war als Mahalbasic-Ersatz zu Beginn auf der Center-Position überfordert, er konnte dem sehr präsenten Center Julian Gamble (13) wenig entgegensetzen. Einzig Frantz Massenat konnte dem Spiel zu Beginn seinen Stempel aufdrücken, gemeinsam mit Rickey Paulding war er letztlich bester Werfer der Oldenburger (jeweils 15).

Emotionale Schlussminuten

1:30 Minuten vor Ende des zweiten Viertels verwandelte Mayo einen Dreier zum zwischenzeitlichen 32:50 aus Oldenburger Sicht, zur Pause betrug der Rückstand noch immer 14 Punkte. „In der zweiten Hälfte haben wir etwas nachgelassen“, beschrieb Bonns Trainer Predrag Krunic, der 2009 mit Oldenburg Meister geworden war, den Spielverlauf aus seiner Sicht: „Aber unsere Jungs haben eine große kämpferische Leistung gezeigt.“

In der zweiten Hälfte agierten die heimischen Baskets deutlich entschlossener. In den emotionalen Schlussminuten trieb das Publikum sein Team noch bis auf einen Punkt heran, doch das Wurfpech und ein überragender Mayo sorgten dafür, dass für die Oldenburger das Gesicht der zweiten Hälfte für den Sieg nicht ausreichte.

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