München Die deutliche Auftaktniederlage beim Finalturnier in München gegen RP Ulm tat richtig weh – nicht nur körperlich wie bei Nathan Boothe, der sich im dritten Viertel eine Kopfverletzung zuzog und mit „Turban“ weiterspielte. Nein, auch mental schmerzte das 66:85 (35:42). Das erste Basketball-Pflichtspiel nach mehr als drei Monaten hatten sich die EWE Baskets Oldenburg wahrlich anders vorgestellt. Doch es gibt Hoffnung.

Das lief gut

Die beiden Oldenburger Türme Boothe (2,06 Meter) und Rasid Mahalbasic (2,10 Meter) stemmten sich am Montagabend im Münchner Audi Dome mit aller Macht gegen die vor Selbstvertrauen strotzenden Ulmer. Der US-Amerikaner Boothe kehrte nach satten sieben Monaten Verletzungs- beziehungsweise Corona-Pause zurück auf das Parkett und überzeugte auf ganzer Linie. 19 Punkte, davon drei Dreier bei drei Versuchen sowie drei Rebounds standen am Ende auf der Anzeigetafel. Trotz der langen Pause und der kurzen Vorbereitungszeit auf das dreiwöchige Turnier war der 26-jährige Power Forward von Beginn an hellwach – von Startschwierigkeiten keine Spur. Gleiches galt für Mahalbasic. Der Center aus Österreich stand mit 17 Zählern seinem Teamkollegen Boothe in nichts nach. Dazu sammelte der 29-Jährige sieben Rebounds. Doch das reichte gegen die starken Ulmer nicht aus.

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Das lief schlecht

Bei den Oldenburgern fehlte sichtlich der Rhythmus. Das Offensivspiel lief nicht flüssig, dazu erlaubten sich die Baskets zu viele leichte Fehler, die Ulm zu leichten Punkten einlud. Der Ball lief nicht schnell genug durch die eigenen Reihen. Lediglich zwölf Assists standen insgesamt 15 Ballverlusten gegenüber – das war gegen Ulm einfach zu viel. Besonders auf den Guard-Positionen strahlten die Baskets zu wenig Gefahr aus. Braydon Hobbs (2 Punkte), Robin Amaize (3), Tyler Larson (5) und Karsten Tadda (6) liefen den Erwartungen hinterher.

Dazu waren die Ulmer immer einen Schritt schneller und provozierten so Fouls. Larson kassierte Mitte des zweiten Viertels bereits sein drittes Foul. Mitte des dritten Viertels hatten die Oldenburger schon mit Foulproblemen zu kämpfen. Mahalbasic, Tadda, Larson und Boothe lagen bei drei, Rickey Paulding sogar schon bei vier Fouls – was die Aufholjagd erschwerte. Dazu fand der Kapitän (4) gegen die Schwaben seinen Wurf einfach nicht. So blieb die Scoringlast auf den Schultern von Boothe und Mahalbasic liegen. Oldenburg verwandelte insgesamt unter 40 Prozent der Versuche aus dem Feld und traf nur 26 Prozent der Würfe aus der Distanz. Ulm hingegen punktete ausgeglichen und konnte vier Spieler mit zehn oder mehr Zählern aufbieten. Mental waren die Schwaben den Oldenburgern besonders nach der Halbzeitpause einen Schritt voraus.

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Das macht Hoffnung

Der Auftakt war vielleicht verkorkst, aber noch haben die Baskets drei Gruppenspiele vor sich. Wenn Paulding, Larson und Co. zu ihrem Rhythmus finden und die Verantwortung von den Schultern von Boothe und Mahalbasic nehmen, dann ist gegen die BG Göttingen an diesem Mittwoch (16.30 Uhr) ein Sieg drin.

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Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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