Malaga /Oldenburg Nach dem Pokal ist vor dem Pokal – oder wie war das noch mal? Nach der deutlichen 68:108 (37:48)-Klatsche gegen Unicaja Malaga am Dienstagabend im Eurocup liegt der volle Fokus bei den EWE Baskets Oldenburg bereits auf dem Viertelfinal-Kracher im deutschen Basketball-Pokal. Denn an diesem Sonntag (18 Uhr) ist der Bundesligist bei Dauerrivale Baskets Bonn gefragt.

„Das war eine sehr schwere Aufgabe für uns hier in Malaga, nachdem wir erst am Sonntagabend in Oldenburg (91:104 gegen Ulm/Anm. der Redaktion) schon ein schweres Spiel hatten“, sagte Trainer Mladen Drijencic nach der Niederlage gegen das spanische Top-Team. Beim Tabellenersten der Gruppe D hatten die dezimierten Oldenburger nämlich keine Chance. „Mit drei sehr wichtigen Spielern, die ausgefallen sind, ist es einfach sehr hart gegen ein solches Top-Team wie Malaga zu bestehen. Malaga hat 40 Minuten eine super Verteidigung gespielt und sie wollten sich ganz offensichtlich für die Hinspiel-Niederlage bei uns revanchieren“, meint Drijencic.

Rasid Mahalbasic (Fieber) und Nathan Boothe (Bruch des Schienbeinkopfes) fehlten den Oldenburgern sichtlich auf den großen Positionen. Justin Sears versuchte unter dem Korb zwar alles, konnte sich gegen die spanische Übermacht allerdings nicht entscheidend durchsetzen. Auch Marcel Keßen, der in der laufenden Saison bisher nur zu Kurzeinsätzen kam und gegen die Spanier seine Chance erhielt, konnte die Lücke nicht vollends stopfen (28:28 Minuten Spielzeit/9 Punkte). Und auch offensiv fehlte den Baskets ohne Tyler Larson (Verletzung an der linken Ferse) die zündende Idee und die spielerische Entlastung. Einzig Gerry Blakes (23 Punkte) und Sears (12) punkteten zweistellig.

Doch der Baskets-Coach konnte die Niederlage verkraften. Sportlich war die Begegnung gegen die Spanier ohnehin nicht mehr entscheidend. Die Oldenburger waren bereits vor der Partie für die nächste Runde qualifiziert und haben mindestens den dritten Platz sicher.

„Wir müssen jetzt den Fokus auf das Pokal-Duell in Bonn richten,“ blickt Drijencic auf Sonntag. Gegen die Rheinländer sind die Baskets auf dem Papier der Favorit. In der Liga belegen die Bonner derzeit den 14. Platz, Oldenburg liegt auf Rang sechs. Das letzte Duell entschieden die Oldenburger Ende November mit 88:83 für sich. Allerdings sagt die aktuelle Tabellensituation wenig über das Leistungsvermögen der Bonner aus, zumal sie im Pokal-Achtelfinale Bayern München beim 85:84 aus dem Wettbewerb warfen.

Entscheidend für einen Oldenburger Erfolg wird daher sein, ob Drijencic am Sonntag wenigstens auf Mahalbasic und Larson zurückgreifen kann – Boothe fällt für mindestens drei Monate aus. Ansonsten könnte gegen Bonn bereits Schluss sein.

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Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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