Oldenburg Die Saison ließ sich gut an für die EWE Baskets Oldenburg. Mit der makellosen Bilanz von drei Siegen aus drei Spielen startete der Basketball-Bundesligist in die neue Spielzeit, der Traumstart war perfekt. Doch vor dem Heimspiel gegen die Tigers Tübingen an diesem Sonnabend (20.30 Uhr/große EWE-Arena) ist die Lage etwas angespannt, zwei Niederlagen in Folge haben auf die Stimmung gedrückt – die Baskets befinden sich im Mini-Tief.

Bei den Pleiten in Quakenbrück und im Eurocup gegen Sevilla monierte Trainer Sebastian Machowski vor allem das nachlässige Defensivverhalten seiner Schützlinge. In der Saison 2012/13, Machowskis erster Spielzeit in Oldenburg, war die Verteidigung das Paradestück der Baskets: Nur 69 Punkte pro Spiel ließ die Mannschaft da im Schnitt zu und erreichte mit dieser Spielweise die Finalserie der Playoffs. Aktuell aber kann von einem Oldenburger Defensivbollwerk keine Rede mehr sein, sowohl gegen Quakenbrück (85:92) als auch gegen Sevilla (77:85) offenbarten sich große Lücken vor dem eigenen Korb.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Beim Eurocup-Auftakt etwa waren Abstimmungsprobleme zwischen den Spielern unübersehbar – offenkundig hat sich die Mannschaft noch nicht ganz gefunden, die Systeme scheinen noch nicht verinnerlicht. Den Baskets-Profis mangelnde Einstellung zu attestieren, ginge sicherlich zu weit – dennoch dürfte nahezu jeder Spieler in der Lage sein, noch ein Stückchen mehr an Intensität in der Verteidigung draufzulegen.

Einer, der in Sachen Einsatz und Bissigkeit eigentlich stets mit gutem Beispiel vorangeht und seine Teamkollegen mitreißen kann, ist Chris Kramer. Doch in den vergangenen zwei Partien agierte der Aufbau- und Flügelspieler seltsam zurückhaltend. Vielleicht hilft Kramer ja die Erinnerung an das Heimspiel gegen Tübingen in der vergangenen Spielzeit. Im April lieferte der US-Amerikaner beim 94:86 gegen die Schwaben eine überragende Leistung ab und wurde anschließend von Gäste-Coach Igor Perovic überschwänglich gelobt.

Tübingen reist als Außenseiter an – das Team um die Ex-Oldenburger Branislav Ratkovica und Jonathan Wallace hat seine ersten vier Saisonspiele alle verloren und ist Tabellenletzter. Beim jüngsten 81:92 gegen Bamberg war ein Aufwärtstrend aber erkennbar. Und so warnte auch Oldenburgs Co-Trainer Philipp Köchling davor, den Gegner zu unterschätzen: „Das ist ein gutes Team. Die Tigers haben Talent und Routine.“


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Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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