Bonn Die EWE Baskets Oldenburg haben den Einzug ins Halbfinale des Basketball-Bundesliga-Pokals perfekt gemacht. Beim Dauerrivalen Baskets Bonn setzte sich die Mannschaft von Mladen Drijencic am Sonntagabend in einer intensiv und griffig geführten Partie mit 88:81 (36:34) durch. Bester Werfer bei den Oldenburgern war Rasid Mahalbasic mit 17 Punkten. Das Halbfinale wird am 12. Januar 2020 ausgetragen.

Vom Start weg agierten beide Mannschaften vor 4600 Zuschauern sehr aggressiv in der Verteidigung, dementsprechend niedrig war auch die Punkteausbeute im ersten Viertel. Nach vier Minuten stand es lediglich 2:1 für die Bonner. Zwei Minuten später erzielte Tyler Larson, der für Braydon Hobbs in der Startaufstellung stand, die ersten Feldpunkte für die Oldenburger zum 7:4 (6. Minute). Der Dreier von Larson wirkte dabei wie ein Dosenöffner, denn nach dem schwachen Start zu Beginn der Partie fanden die Gäste immer besser ins Spiel. Nach den ersten zehn Minuten führten das Team von Drijencic mit 16:12.

Und auch im zweiten Durchgang waren die Oldenburger zunächst am Drücker (18:12/12.). Doch die Bonner ließen sich nicht abschütteln und kamen wieder auf einen ran (20:19) und übernahmen sogar die Führung (21:20/14.). Auch im Anschluss blieb die Begegnung eng. Die beiden Dauerrivalen lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch. Oldenburg kontrollierte in der ersten Halbzeit die Rebounds und hatte zwölf Versuche von der Freiwurflinie – neun davon fanden ihren Weg durch die Reuse. Bonn hingegen stand nur zweimal an der Linie und versenkte dabei keinen Versuch. Dank diesem kleinen aber feinen Unterschied gingen die Gäste von der Hunte mit einer knappen Zwei-Punkte-Führung in die Kabine (36:34).

„Beide Teams legen alles rein, es ist ein physisch intensives Spiel“, sagte Philipp Schwethelm in der Halbzeitpause: „Wir waren in der ersten Halbzeit in drei, vier Situationen unachtsam in der Verteidigung. Wenn wir das abstellen, dann können wir uns im zweiten Durchgang etwas absetzen und vielleicht sogar mit zehn Punkten führen.“

Und das tat Oldenburg auch. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie aber zunächst eng. Beide Mannschaften spielten bissig und griffig. Die Oldenburger legten vor, doch Bonn hatte zumeist die passende Antwort parat (43:42/26.). Gegen Ende des dritten Viertels konnten sich die Gäste dann aber etwas absetzen. In der 28. Minute erspielten sich die Oldenburger schließlich die erste zweistellige Führung (54:44). In dieser Phase fingen die Bonner schließlich an zu schwimmen, Oldenburg spielte konzentrierter, Bonn gelang nicht mehr allzu viel und so baute das Drijencic-Team den Vorsprung vor dem Schlussviertel noch einmal aus (59:47).

Im letzten Viertel verteidigten die Oldenburger ihre Führung und ließen im Schlussabschnitt nichts mehr anbrennen. Bonn versuchte zwar alles, um den Rückstand Mitte des vierten Viertels wieder zu verkleinern (72:60/35.), doch dem Gastgeber fehlte die zündende Idee in der gegnerischen Hälfte. Rickey Paulding brachte den Hexenkessel am Hardtberg mit seinen beiden Freiwürfen eine Minute vor Schluss dann endgültig zum Schweigen. Nur die mitgereisten Oldenburger Fans waren in der Bonner Arena noch zu hören.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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