OLDENBURG Erst ein Spiel hatten die EWE Baskets Oldenburg in dieser Bundesliga-Saison in der EWE-Arena verloren. Die Pleite gegen Göttingen im Januar tat nicht sonderlich weh. Wesentlich schmerzhafter dagegen dürfte die 66:70 (35:32)-Niederlage im dritten Playoff-Spiel des Viertelfinales gegen die Phantoms Braunschweig sein. Bedeutet sie doch, dass der deutsche Meister in der Serie 1:2 hinten liegt und sich keine weitere Niederlage erlauben darf, wenn er im Rennen um den Titel bleiben will. Bereits an diesem Mittwoch (voraussichtlich 19 Uhr) muss in Braunschweig ein Sieg her, um Spiel Nummer fünf (Freitag in Oldenburg) zu erreichen. Misslingt dies, ist die Saison der Baskets beendet.

„Die Mannschaft wirkte irgendwie müde“, meinte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller, um gleich wieder Optimismus zu verbreiten. „Jetzt weiß sie, um was es in Braunschweig geht.“

Es dauerte acht Minuten, bis die Oldenburger (7:13) begriffen hatten, dass ihnen der Sieg nicht geschenkt werden würde. Bis dahin waren sie ausgezeichnet von den Gästen verteidigt worden, gaben selbst den Gegenübern zu viel Raum und offenbarten eklatante Schwächen im Abschluss: Keiner der sechs Dreierversuche fiel, nur drei der sieben Würfe aus der Nahdistanz. Als die Baskets ihr Spiel umstellten, aggressiver in die Zweikämpfe gingen und zudem mehr den Erfolg mit Würfen aus der Zone unter dem Korb suchten, kamen sie besser ins Spiel (16:13/13.).

Angetrieben von Daniel Hain und Jason Gardner sowie den kampfstarken Marko Scekic und Jasmin Perkovic hielt der Aufschwung der Baskets im zweiten Viertel (29:22/7.) an. Wieder schlichen sich aber leichte Fehler in ihr Spiel ein, zudem leisteten sie sich unnötige Fouls (Rickey Paulding und Joshua Carter hatten je drei/18.). Der Spielfluss stockte (35:32/20.).

Diese Wendung wurde nach dem Wechsel gebremst. Die Baskets suchten weiter vornehmlich den Weg zum Erfolg durch die Zone. Vier Dreier fielen zudem in die Reuse des Gästekorbes. Alles deutete beim 41:34 (22.) auf einen Baskets-Sieg hin, denn sie stabilisierten ihre Wurfquote und schienen in der Defensive Mittel und Wege gefunden zu haben, um die Braunschweiger zu bremsen. Die aber warfen weiter ihre große Euphorie in die Waagschale und nutzen das jetzt wieder etwas zögerliche Handeln der Baskets-Defensive, um auszugleichen und mit 49:48 (28.) die Führung zu übernehmen.

Das hinterließ bei den Oldenburgern Spuren, die nicht so recht wussten, wie sie danach dem Gegner beikommen konnten. Die gewählte Variante mit Würfen aus der Distanz war sicher die falsche. Nur vier von 26 Versuchen waren insgesamt erfolgreich. Zudem zeigten sie Schwächen bei den Rebounds (27:34).

Es bestand dennoch die Chance auf den zweiten Sieg. Dazu hätte der eingeschlagene Weg in die Zone auch konsequent zu Ende geführt werden müssen. Aber die verunsicherten Oldenburger, bei denen Paulding und Foster hinter ihren Möglichkeiten blieben, trauten sich nichts mehr.

Jetzt steht den Baskets am Mittwoch in Braunschweig ein Kraftakt bevor. Nur wenn der Titelverteidiger den besteht, bleibt er im Rennen um den Titel.

(Trainer Oldenburg): Das war eine schwere Niederlage. In der zweiten Hälfte hatten wir erhebliche Probleme bei den Rebounds. So etwas dürfen wir zu Hause nicht zulassen. Noch ist die Serie offen. Wir fahren am Mittwoch nach Braunschweig, um zu siegen.

Sebastian Machowski (Trainer Braunschweig): Ich bin sehr, sehr stolz auf mein Team. Es ist nicht leicht, in acht Tagen dreimal gegen Oldenburg zu spielen und eine derart gute Leistung zu zeigen. Wir hatten sowohl offensiv als auch defensiv immer die richtige Antwort parat.

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Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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