OLDENBURG /GöTTINGEN Das zweite Jahr in einer Klasse sei das schwerste, heißt es in Sportlerkreisen. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel: Die Basketballer der BG Göttingen gehören dazu, denn sie sorgen in ihrem zweiten Jahr im Oberhaus für Furore. Mit 30:8 Punkten stehen sie auf Platz zwei. Und an diesem Donnerstag (20.15 Uhr/BBL-TV) wollen sie die Gunst der Stunde nutzen, sich ganz nach oben zu spielen, denn dann ist Tabellenführer EWE Baskets Oldenburg (32:8) in der Lok-Halle zu Gast.

Bailey macht das Spiel

„Das wird ein schweres Stück Arbeit“, hat Oldenburgs Trainer Predrag Krunic viel Achtung vor den Südniedersachsen, denn er weiß, dass sie seiner Mannschaft alles abverlangen werden. Dabei stellt die BG eine Mannschaft, die so gar nicht basketballtypisch besetzt ist. Lediglich Jason Miller (2,08 Meter) und Robert Dill (2,07 m) ragen ein wenig heraus, der Rest der Aktiven misst weniger als zwei Meter. Die Lücken unter den Körben füllen also jene, die der Gegner dort gar nicht erwartet – Roderick Trice (10,9 Punkte pro Spiel im Schnitt), Clif Brown (12,8) und Charles Lee (13,4) gehören dazu. Kopf der Mannschaft ist Kyle Bailey, der dem Oldenburger Jason Gardner in Sachen Spielaufbau und -gestaltung in nichts nachsteht. Dieses Duell könnte ein spielentscheidendes sein. Bailey hatte die BG vor zwei Jahren in die Bundesliga geführt und war dann nach Ulm gewechselt. Dort konnte er aber nicht Fuß fassen. „Ich bin wieder zu Hause“, waren seine Worte, als er zu Saisonbeginn zur BG

zurückkehrte.

Ansonsten müssen sich die Oldenburger darauf einstellen, dass sie kaum zur Ruhe kommen werden. BG-Trainer John Patrick lässt eine laufintensive und kräftezehrende Press-Verteidigung praktizieren, mit dem Ziel, Ballverluste des Gegners zu provozieren, um dann zu leichten Punkten zu kommen.

Patrick lobt Baskets

Auf dieses Spielchen werden sich die Oldenburger, die ihrerseits auch zu den defensivstärkeren Teams der Liga gehören, nicht einlassen wollen. Sie werden versuchen, der BG-Offensive den Zahn zu ziehen, um dann die eigenen Stärken in der Offensive auszuspielen. Die schätzt auch Göttingens Coach Patrick: „Die Baskets haben in Jason Gardner den besten Point Guard, in Je’Kel Foster den besten Shooting Guard und in Rickey Paulding den besten Small Forward der Liga. Hinzu kommt noch die beste Big Men-Rotation der Liga.“ Die Favoritenrolle hat er damit klar verteilt. Die Oldenburger lassen sich dadurch aber nicht aufs Glatteis führen. „Das ist eine offene Partie“, meint Predrag Krunic realistisch.

www.NWZonline.de/ewebaskets

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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