Oldenburg Die EWE Baskets Oldenburg werden seit Jahren von der Konkurrenz um ihre Kontinuität beim Personal beneidet. Eine gute und eingespielte Mannschaft, die in der Sommerpause meist nur wenig Veränderungen erfährt – als solches Team sind die Oldenburger in der Basketball-Bundesliga bekannt.

Da verwundert es, dass es auf der Schlüsselposition des Aufbauspielers in den vergangenen Jahren zahlreiche Wechsel gab. Ein solcher steht nun wieder bevor, nachdem sich die Baskets Anfang der Woche von Tywain McKee getrennt hatten. Er war erst in diesem Sommer verpflichtet worden. Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller will in den nächsten Tagen einen Nachfolger präsentieren. Eine Übersicht über die Aufbauspieler der vergangenen Jahre:  Jason Gardner (2007 - 2010 in Oldenburg): Der US-Amerikaner (Spitzname „General“) war der absolute Chef auf dem Feld. Der heute 33-Jährige genoss das uneingeschränkte Vertrauen des damaligen Trainers Predrag Krunic, unter dem er zuvor schon in Bonn gespielt hatte. 2008/09 war Gardner einer der Garanten bei den Oldenburgern für den Gewinn der Meisterschaft. Als er 2009/10 trotz schwerer Rückenprobleme Grünes Licht für Einsätze in den Playoffs gab (zuvor war für einige Wochen Bryan Bailey als Ersatz verpflichtet worden), tat er sich und den Baskets keinen Gefallen. Mit einem überforderten Aufbauspieler scheiterte der damalige Meister in der ersten Runde an Braunschweig. Gardner, der inzwischen als Trainer in den USA arbeitet, beendete seine Karriere in jenem Jahr aufgrund seiner Verletzung.  Nemanja Protic (2010): Der Serbe (heute 28) trat bei den Baskets das schwere Erbe des Gardner-Nachfolgers an und konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Bereits nach wenigen Monaten, im Dezember 2010, wurde sein Vertrag aufgelöst. Protic war zuletzt von seinem serbischen Stammverein KK Borac an Buducnost Podgorica (Montenegro) ausgeliehen.  Eddie Gill (2010 - 2011): Die Baskets benötigten während der Saison Ersatz und fanden ihn in dem heute 36-jährigen Amerikaner. Gill spielte eine solide Saison, an deren Ende das frühe Aus in den Playoffs stand. Er hat seine Karriere inzwischen beendet.  Bobby Brown (2011/12): Eine Meisterschaft mit Alba Berlin (2008) und zahlreiche Einsätze in der NBA waren Referenzen, die Großes vom heute 30-Jährigen erwarten ließen. Bei den Baskets fand Brown aber selten die Bindung zum Team, außerdem vernachlässigte er die Abwehrarbeit. Nach einem Jahr verließ er Oldenburg, inzwischen spielt er in China.  Dru Joyce (2012 - 2014): Er lieferte zwei Jahre lang gute Arbeit als Aufbauspieler ab. Im Gegensatz zu seinen teilweise extrovertierten Vorgängern hielt sich der inzwischen 29-Jährige aber sehr zurück. In diesem Sommer wurde sein Vertrag in Oldenburg nicht verlängert, Joyce wechselte daraufhin nach Braunschweig. Mit seinem neuen Team ist er an diesem Sonnabend (20.30 Uhr, große Arena) bei seiner alten Mannschaft zu Gast.  Tywain McKee (2014): Kam mit großen Vorschusslorbeeren. Nach nur sechs Bundesliga-Einsätzen bat der 28-Jährige aus „persönlichen Gründen“ um eine Vertragsauflösung.


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Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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