Oldenburg Am freien Tag ließen es die Sieggaranten des Vorabends ruhig angehen. Während Brian Qvale am Donnerstag mit der Familie über den Kramermarkt schlenderte, spazierte Vaughn Duggins Kinderwagen schiebend nebst Frau durch die Oldenburger Innenstadt.

Durchatmen war angesagt bei den Bundesliga-Basketballern der EWE Baskets nach dem 82:80-Zittersieg gegen die Frankfurt Skyliners am Mittwochabend. Nach den happigen Pleiten gegen Bamberg und München lag vor der Heimpremiere gegen die Hessen eine gewisse Nervosität in der Luft, der erste Saisonerfolg lässt die Baskets-Welt nun wieder wesentlich freundlicher ausschauen.

„Der Sieg war sehr wichtig für unser Selbstvertrauen“, bestätigte Qvale, der 20 Punkte beisteuerte und der an diesem Sonntag (17 Uhr/große Arena) im nächsten Oldenburger Heimspiel auf seinen Ex-Club Bayreuth trifft.

Neben Center Qvale ging auch Duggins gegen Frankfurt mit einer starken Leistung vorneweg. Der Aufbau- und Flügelspieler schwang sich mit 25 Punkten zum besten Werfer der Partie auf und war vor allem im ersten Durchgang Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gastgeber. „Was er vor der Pause gezeigt hat, war exzellent“, lobte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller.

„Das war der Vaughn, wie wir ihn kennen. Deshalb haben wir ihn verpflichtet“, meinte Trainer Mladen Drijencic über den Zugang, der im Sommer als Ersatz für den langjährigen Topscorer Julius Jenkins nach Oldenburg gelotst worden war.

Bei aller Freude über die guten Vorstellungen der Zugänge zeigte das Frankfurt-Spiel auch, dass beim neuformierten Baskets-Team noch längst nicht alle Rädchen ineinandergreifen. Ohne den noch nicht fitten Spielmacher Scott Machado agierten die Oldenburger teilweise hektisch und kopflos.

So waren die Baskets auch auf Glück angewiesen. Eine Sekunde vor Schluss hatten die Schiedsrichter dem vermeintlichen Ausgleich durch Frankfurts Johannes Richter fälschlicherweise die Anerkennung verweigert. Auf TV-Bildern ist zu sehen, dass beim zuvor verworfenen Freiwurf doch eine Ringberührung vorlag – der Treffer von Richter hätte zählen müssen.

Dass die Referees nicht auf die Möglichkeit zurückgriffen, die strittige Szene auf dem Monitor anzuschauen, hat einen simplen Grund: Ein solcher Fall ist laut BBL-Regularien nicht für das so genannte „Instant Replay“ anwendbar.


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Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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