München Der Titelverteidiger war in Spiel eins eine Nummer zu groß: Sensations-Aufsteiger Rasta Vechta hat das erste Halbfinale in der Basketball-Bundesliga bei Bayern München am Sonntagabend mit 88:98 (42:52) verloren. Vor 5300 Zuschauern in der nicht ausverkauften Münchner Arena waren Seth Hinrichs (21 Punkte) und Austin Hollins (17) die besten Werfer der Gäste. Bei den Bayern überragte Vladimir Lucic mit 24 Zählern, zudem kam Devon Booker auf 21 Punkte.

Vechta musste zunächst erneut einen personellen Rückschlag verkraften. Nationalspieler Philipp Herkenhoff konnte in München aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung nicht mitwirken. „Es ist eine Sicherheitsmaßnahme. Mit Kopfverletzungen ist nicht zu spaßen“, sagte Herkenhoff, der für das zweite Spiel an diesem Dienstag (20.30 Uhr/Rasta-Dome) aber wieder einsatzbereit ist.

Dafür kehrten Seth Hinrichs und Clint Chapman nach ihren Verletzungen zurück auf das Parkett, sodass Calles die Rotation vergrößern konnte und insgesamt neun Spieler einsetzte.

Nach dem überraschenden 3:1-Sieg in der Viertelfinalserie gegen Brose Bamberg erwischte Vechta einen schlechten Start. 0:9 lagen die Gäste bereits hinten, als Clint Chapman mit einem Dreier erst nach fünf Spielminuten die ersten Punkte auf die Anzeigetafel brachte. Rasta kam mit einem kurzen Lauf auf 8:9 heran, lag aber am Ende des ersten Durchgangs schon deutlich mit 18:26 zurück.

Auch im zweiten Viertel war der Titelverteidiger aus München vor allem unter den Körben das bessere Team und lag zur Pause mit 52:42 vorn. „Wir müssen besser rebounden“, forderte Hinrichs im Halbzeit-Interview mit Blick auf die Statistik, in der die Bayern auf 16 und Vechta nur auf neun Rebounds kam.

Genau das erschwerte sich aber dadurch, dass Rasta-Center Michael Kessens sich Anfang des dritten Abschnitts durch ein persönliches sowie ein technisches sein fünftes Foul abholte und den Rest der Partie von der Bank aus ansah. Bayern blieb dominant, nutzte, das die Gäste nicht so intensiv wie gewohnt verteidigten und baute seinen Vorsprung auf 62:46 aus (25.).

Vor allem Rasta-Spielmacher TJ Bray hatte einen schweren Stand – war dann aber maßgeblich daran beteiligt, dass Vechta Ende des dritten Viertels neue Energie fand und durch eine aggressivere Defensive auf 68:73 herankam. Rasta machte nun genau das, wofür der Aufsteiger in dieser Saison steht, zeigte große Moral und ein großes Kämpferherz.. Die Gäste kamen immer wieder zu Ballgewinnen – einen davon nutzte Hollins und brachte Vechta mit seinem zweiten Dreier in Folge erstmals in Führung (79:78/33.).

Jetzt wiederum zeigte Bayern die Klasse eines Titelverteidigers: Die Münchner reagierten auf den Rückstand, erhöhten Tempo und Konzentration und setzten sich durch einen 11:0-Lauf entscheidend auf 91:81 ab (37.).

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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