München Die Zeiten sind unsicher, vieles ist noch unklar. Wird es überhaupt eine komplette Basketball-Saison 2020/21 geben – und wenn ja, wie sieht die aus? Trotzdem müssen bereits Entscheidungen getroffen werden – zum Beispiel im Hinblick auf eine mögliche Teilnahme an Europapokal-Wettbewerben (wenn sie denn stattfinden).

Lesen Sie auch:
Finale rückt für Oldenburg in ganz weite Ferne
Basketball-Finalturnier In München
Finale rückt für Oldenburg in ganz weite Ferne

Die EWE Baskets Oldenburg haben sich nun um einen Startplatz in der Champions League beworben, dem höchsten europäischen Clubwettbewerb des Weltverbandes Fiba. In der ablaufenden Saison hatten die Baskets im von der Euroleague organisierten Eurocup gespielt. Das war für Baskets-Chef Hermann Schüller für die kommende Saison keine Option: „Die Auflagen sind beim Eurocup sehr hoch“, erklärt Schüller. Für den Wettbewerb ist aus der Bundesliga derzeit nur RP Ulm gemeldet. In der „Königsklasse“, der Euroleague, werden wie in dieser Saison Bayern München und Alba Berlin vertreten sein.

Schonmal Champions League gespielt

Für die Baskets wäre es bereits der zweite Wechsel in die Champions League. Nachdem sie mehrere Jahre in der Euro-Challenge (mittlerweile eingestellt) und danach von 2013 bis 2016 im Eurocup gespielt hatten, traten sie bereits zwei Spielzeiten in der Champions League an, bevor vor einem Jahr der erneute Wechsel in den Eurocup folgte.

Angesichts der unsicheren Zukunftsaussichten findet Schüller die Champions League attraktiver. Der Verband Fiba sei flexibler als der Eurocup-Veranstalter, gehe mehr auf die Clubs ein und sei zu mehr Kompromissen bereit. „Es ist ja wirklich schwer zu sagen, wann und wie es überhaupt weitergeht“, betont Schüller. Natürlich sei die Bundesliga der wichtigste Wettbewerb. Hier rechnet er damit, dass diese mit einer Zuschauerauslastung von 50 Prozent in die nächste Saison starten könnte. Das hieße, statt sonst bis zu 6000 Zuschauern könnten dann nur jeweils 3000 Fans die Heimspiele in der Arena schauen.

Lesen Sie auch:
Baskets nach weiterer Pleite gegen Alba ausgeschieden
Live-Ticker Zum Duell Gegen Alba Berlin
Baskets nach weiterer Pleite gegen Alba ausgeschieden

Gerade vor diesem Hintergrund werde die Champions League jetzt interessanter: „Wir können dann mehr Spiele anbieten“, sagt Schüller mit Blick darauf, dass die Vorrunden-Gruppen in dem Wettbewerb größer als im Eurocup sind. Aber auch hier werde es eine Saison nur mit Zuschauern geben, stellt Schüler klar. Eine Geisterspiel-Saison sei „nicht vertretbar“: „Wir haben eine Fan-Kultur, die uns trägt. Das darf man nicht ignorieren.“ Auch über ergänzende Möglichkeiten wie Public Viewing werde man nachdenken: „Das ist auch eine Chance, bei der Stimmung entsteht.“

Zu hohes Risiko

Die finalen Teilnehmer für die Champions League stehen noch nicht fest, die Qualifikation passiert nicht nach festen Kriterien wie im Fußball. Die Fiba berät sich im Juli dazu und bestimmt die Teilnehmer. Der Verband habe aber Interesse, die Baskets zu holen, bestätigt Schüller.

Rasta Vechta hatte ursprünglich vor, auch 2020/21 in der Champions League zu spielen – wie schon 2019/20. Doch daraus wird nichts. „Wir wären auf Zuschauereinnahmen angewiesen, um es finanziell darstellen zu können“, sagte Rasta-Geschäftsführer Stefan Niemeyer am Montag. Eine endgültige Zusage für den zunächst geplanten Start sei derzeit ein „zu hohes Risiko“, wenn möglicherweise nur eine verringerte Kapazität ausgeschöpft werden könne.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.