Oldenburg Seit der Saison 2000/01 spielen Oldenburgs Basketballer in der Bundesliga. In den vergangenen 16 Jahren hat es in Liga und Pokal zahlreiche Duelle mit Bamberg gegeben, wovon einige besonders in Erinnerung geblieben sind. Ein Rückblick:  Saison 2003/04: Die Baskets stehen erst zum zweiten Mal überhaupt in den Playoffs. Als Hauptrunden-Vierter geht das Team von Trainer Don Beck mit dem Heimvorteil ins Viertelfinale gegen die Bamberger. Doch Oldenburg findet kein Mittel gegen den überragenden Bamberger Derrick Taylor und verliert die Serie glatt mit 0:3 (77:80, 62:69, 75:86). Die Franken unterliegen später im Finale gegen Frankfurt mit 2:3.  Saison 2004/05: Oldenburg schließt die reguläre Saison auf Rang sieben ab. Im Playoff-Viertelfinale geht es wieder gegen Bamberg – und wieder sind die Baskets chancenlos. 74:82, 59:65 und 70:81 lauten die einzelnen Resultate. Diesmal ist es Rick Stafford, der die Oldenburger zur Verzweiflung treibt. Im Finale revanchiert sich Bamberg gegen Frankfurt für die Vorjahresniederlage und wird zum ersten Mal deutscher Meister. Im Kader von Trainer Dirk Bauermann steht der junge Dirk Mädrich, der heute in Oldenburg unter Vertrag steht.  Saison 2007/08: Nach Rang fünf in der Hauptrunde überwindet Oldenburg sein Bamberg-Trauma. Die inzwischen von Predrag Krunic trainierte Mannschaft setzt sich im Viertelfinale mit 3:1 (55:54, 64:63, 47:77, 83:70) durch und schickt den amtierenden Meister in den vorzeitigen Sommerurlaub. Maßgeblich dazu bei trug ein gewisser Rickey Paulding, der vor der Saison aus Frankreich nach Oldenburg gewechselt war. Im erstmals erreichten Halbfinale ist für die Baskets aber Schluss, gegen Alba Berlin gibt es eine 1:3-Niederlage.  Saison 2008/09: Angstgegner Bamberg? War da was? Nach dem triumphalen 3:0 (82:74, 66:58, 88:85)-Erfolg im Halbfinale haben die Franken endgültig ihren Schrecken für die Baskets verloren. Der Finaleinzug von Jason Gardner und Co. löst eine bis dahin nicht gekannte Basketball-Euphorie in Oldenburg aus, die wenige Wochen später nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft gegen Bonn in totaler Ekstase mündet.  Saison 2012/13: Nach drei eher durchwachsenen Jahren kehrt mit Trainer Sebastian Machowski der Erfolg nach Oldenburg zurück. Im Finale verlangen die Baskets dem Titelverteidiger aus Bamberg trotz der 0:3-Niederlage alles ab, ziehen dreimal nur hauchdünn den Kürzeren (63:65, 61:63, 88:91 n.V.) – und das obwohl Kapitän Rickey Paulding in zwei von drei Spielen verletzt ausfällt.

Für die von Chris Fleming trainierten Bamberger um Casey Jacobsen, John Goldsberry und Anton Gavel ist es die vierte Meisterschaft in Folge. Besonders bitter verläuft für Oldenburg das Heimspiel in Partie zwei, für das man wegen einer Rindermesse von der gerade fertiggestellten großen in die kleine EWE-Arena ausweichen muss. Angetrieben vom überragenden Julius Jenkins spielen die Baskets eine berauschende erste Halbzeit, geben aber einen 19-Punkte-Vorsprung aus der Hand.  Saison 2014/15: Diesmal treffen die Baskets und Bamberg nicht in den Playoffs, sondern im Finale um den deutschen Basketball-Pokal aufeinander. Schauplatz ist die große Arena in Oldenburg, wo das Top Four ausgetragen wird. Trotz des Heimvorteils sind die Baskets klarer Außenseiter, nach einem enttäuschenden Saisonverlauf hatte Mladen Drijencic das Traineramt kurz zuvor von Machowski übernommen.

Im Endspiel scheinen die Bamberger schon auf der Siegerstraße zu sein, ehe die Baskets mit einer Energieleistung das Ruder herumreißen und die Arena in ein Tollhaus verwandeln. Matchwinner Philipp Neumann hüpft nach dem 72:70-Erfolg wie ein Flummi übers Parkett und schreit immerzu seine Freude heraus. Bambergs neuer Trainer Andrea Trinchieri verfolgt die Siegerehrung mit finsterer Miene, feiert mit den Franken aber einige Wochen später seine ersten Meistertitel in Deutschland. Oldenburg schied bereits im Playoff-Viertelfinale aus.

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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