Barßel /Friesoythe /Saterland /BÖsel 60,3 Prozent: Mit diesem Ergebnis entschied der unabhängige Kandidat Bernd Schulte vor acht Jahren die Bürgermeisterwahl in Barßel für sich. Er trat damit die Nachfolge von Johannes Budde an. Schultes Herausforderer Andreas Freesemann trat ebenfalls als unabhängiger Kandidat an und kam bei der Wahl 2006 auf 32,2 Prozent der Stimmen. Selbst Otto Elsen, der seine Kandidatur als Bewerber der CDU wenige Wochen vor der Wahl aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hatte, aber dennoch auf dem Stimmzettel stand, erhielt 7,5 Prozent. Kurios: Auch diesmal zog der CDU-Bewerber seine Kandidatur zurück. Ludger Elsen wird dennoch neben Nils Anhuth (SPD) auf dem Stimmzettel stehen, annehmen wird er die Wahl jedoch nicht. Anonyme Anfeindungen hätten ihn zu diesem Schritt bewogen, sagte er (die NWZ  berichtete). Die CDU ruft trotzdem dazu auf, ihn zu wählen, um so im Falle eines Sieges Neuwahlen zu erwirken.

In der Gemeinde Saterland trat Hubert Frye (CDU) vor acht Jahren als deutlicher Sieger hervor. Der Amtsinhaber kam auf 71,52 Prozent. Sein Herausforderer – Gerold Seghorn (UWG) – musste sich mit 28,47 Prozent geschlagen geben. In diesem Jahr wird es Hubert Frye noch einfacher haben. Er steht als einziger Bewerber auf dem Wahlzettel.

Ein spannendes Rennen erhoffte sich die SPD vor acht Jahren bei der Bürgermeisterwahl in Friesoythe. Denn schließlich schickten sie keine geringere als Renate Geuter ins Rennen. Sie sollte Amtsinhaber Johann Wimberg die Stirn bieten. Übrig blieben lange Gesichter und große Enttäuschung. Geuter schaffte es lediglich auf 27,69 Prozent der Stimmen. Wimberg strich mit 72,3 Prozent einen deutlichen Sieg ein. Mit so einer Souveränität ist in diesem Jahr nicht zu rechnen. Zum einen tritt Johann Wimberg nicht wieder an (er will sich am selben Tag zum Landrat wählen lassen), zum anderen bewerben sich gleich fünf Kandidaten um das Bürgermeisteramt: Hildegard Kuhlen (CDU), Bernhard Norenbrock (unabhängig), Sven Stratmann (SPD/Grüne), Josef Themann und Gerhard von Grönheim. Da ist es eher unwahrscheinlich, dass einer der fünf Kandidaten auf Anhieb die erforderliche absolute Mehrheit (also mehr als 50 Prozent) erreichen wird. Schafft es keiner, ist am 15. Juni Stichwahl. Dann treten die beiden Bestplatzierten erneut gegeneinander an.

Während in den Kommunen Barßel, Friesoythe und Saterland im September 2006 gewählt wurde, gingen die Böseler Bürger schon im März 2006 an die Wahlurne. Und sie hatten bestimmt mit einer Stichwahl gerechnet. Doch Hermann Block (CDU) schaffte es mit denkbar knappen 51,94 Prozent. Ihm folgten der unabhängige Kandidat Martin Brinkmann mit 26,04 Prozent und Olaf Müller (Bündnis Zukunft) mit 22,01 Prozent. Und auch in diesem Jahr sind die Böseler mit ihrer Bürgermeisterwahl schon durch. Im Februar dieses Jahres entschied Amtsinhaber Hermann Block mit 71,47 Prozent der Stimmen die Wahl für sich. Herausforderin Annegret Brunemund-Rumker kam auf 28,53 Prozent.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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