Barßel /Nordloh Eine neue Wegekreuzanlage errichtet zurzeit die Kolpingfamilie Barßel auf dem Barßeler Esch, durch den früher die Fronleichnamsprozession der katholischen Kirchengemeinde Barßel führte. Der Bau der kleinen Gedenkstätte ist schon deutlich erkennbar. Was fehlt ist nur noch das Kreuz mit Corpus. Doch das wird sich in den nächsten Tagen ändern. Denn dann sollen Kreuz und Corpus angebracht werden.

Schon seit mehreren Wochen ist die Tischlerei Rädeker und Bohle in Nordloh mit der Fertigung des Kreuzes und mit der Restaurierung des Corpus beschäftigt. Die Arbeiten neigen sich dem Ende zu. „Das Kreuz ist aus Eichenholz erstellt und hat eine Größe von rund 2,80 mal 1,60 Meter. Den Christuskorpus haben wir von der Kolpingfamilie Barßel bekommen und in neuem Glanz versetzt“, sagt Geschäftsinhaber Ralf Rädeker.

Neue Lasur

Die Lasur auf der aus Lindenholz geschnitzten Figur war mit den Jahren doch ein wenig angegriffen und teilweise abgängig. Daher habe man zunächst die gesamte Figur mit Granitsand abgestrahlt und mit eine neue Lasur versehen, so Rädeker.

Die Darstellung des Christus verzichtet auf eine allzu drastische Darstellung der Brutalitäten, durch die er nach biblischer Überlieferung gehen musste. Die Nägel durch die Hände und die Füße sind deutlich zu sehen. Die Einschlagstellen sind aber bewusst neutral gehalten. „Trotzdem ist es der einfühlsamen Schnitzkunst gelungen, seinem Leiden ein angemessenes Erscheinungsbild zu geben, mal modern und mal schlicht gehalten“, sagt der Vorsitzende der Kolpingfamilie Barßel Johannes Geesen. Der Christus-Korpus habe seinen unbestreitbaren Reiz. Voller Hingabe sei die Figur ausgearbeitet. Daher freut sich der Vorsitzende des Barßeler Gesellenvereins, dass der Corpus bald die Gedenkstätte auf dem Esch schmücken wird.

Corpus als Geschenk

„Der Corpus ist ein Geschenk des bereits verstorbenen Tischlermeisters und langjährigen Kolpingbruder Anton Blömer aus Elisabethfehn an uns“, berichtet Geesen. Gedacht war die Figur für den jährliche Kreuzgang am Karfreitag zur Johanniterkapelle in Bokelesch. Doch die damalige Ausführung mit den Holzbalken war viel zu schwer. „Somit hat man die Eichenbalken entfernt und den Corpus für die Kreuzanlage abgenommen“, so Geesen.

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