Barßel Eigentlich sind die Altkleidercontainer für die Barßeler Kolpingfamilie eine gute Einnahmequelle. Aber dennoch stellt die Organisation die Sammlungen zum Ende des Jahres ein. Denn die Plätze beim Pfarrheim an der Marienstraße und an der Feldstraße beim Sportplatz in Barßel werden ständig als Müllabladeplätze missbraucht. Der Verein weiß nicht mehr, wie er Herr der Lage werden soll.

„Wir sind mittlerweile so weit, dass wir sagen: Wenn es nicht anders geht, müssen wir die Container abziehen. Wir sehen gar keine anderen Möglichkeiten mehr“, sagt der Vorsitzende des Barßeler Gesellenvereins Johannes Geesen und ergänzt: „Ich kriege bald täglich Anrufe. Gerade habe ich wieder ein Bild von der Feldstraße am Sportlerheim des STV Barßel geschickt bekommen – da sieht es wieder scheußlich aus.“ Ein solches Bild zeige sich immer häufiger. Mal sind es haufenweise Kleider, die Leute aus den Behältern herausgerissen haben – vermutlich, um sich die besten Stücke herauszusuchen. Hinzu kommt Abfall aller Art, der einfach nebenbei abgestellt wird: Sperrmüll, Hausmüll, Lumpen, alles Mögliche.

Dass so etwas vorkomme, das kenne man, aber es sei nicht immer so wie jetzt gewesen: „Im Moment ist es ganz schlimm. Ganze Haushaltsauflösungen werden bei den Containern abgestellt“, ärgert sich Geesen.

Essensreste oder ganze Fleischpakete werden auch in die Container geworfen. Dadurch stinke es und überall sausten Fliegen herum. „Ganz zu schweigen von Maden. Wer will da noch den Container leer beziehungsweise noch sauber machen?“, fragt sich der Barßeler Kolpingvorsitzende.

Wenn sich mal wieder irgendwo eine wilde Müllhalde gebildet hat, kommen die Anrufe meist bei Geesen an. Er telefoniert dann Helfer herbei. Die Ehrenamtler gehen hin und müssen das aufräumen, was andere hinterlassen haben. Letztlich übersteigen die Entsorgungskosten die Einnahmen.

Natürlich spiele auch die Coronapandemie eine Rolle. Es gebe zur Zeit kaum Abnehmer im Ausland. Einige Container sind schon gesperrt, weiß Geesen. In Barßel soll nun also auch bald Schluss sein.

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