Bad Zwischenahn Mit 5,5 Quadratkilometer Wasserfläche ist das Zwischenahner Meer der drittgrößte See in Niedersachsen. Seit Millionen Jahren bietet er für eine große Anzahl an Tieren und Pflanzen ein Zuhause. Aber auch aus wirtschaftlicher, vor allem touristischer Sicht ist es in der Region unverzichtbar.

Der Problematik, dass die Wasserqualität „nicht akzeptabel“ sei und dass „etwas daran geändert werden muss“, nahm sich am Sonnabend auch der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) an. „Durch die intensive Landwirtschaft und Tierhaltung im Einzugsgebiet ist die Phosphorbelastung im Zwischenahner Meer enorm hoch. Wir haben hier einen unbefriedigenden Zustand“, so Meyer.

Durch die Überversorgung von Nährstoffen – die zu einem Großteil in den dicken Sedimentschichten gelagert sind – kam es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer wieder zu so genannten Algenblüten. Vor allem die Cyanobakterien (Blaualgen), die sich gesundheitsgefährdend auf den Menschen auswirken können, sorgten immer wieder für Diskussionen. „Wir haben erkannt, dass etwas gemacht werden muss. Dabei müssen wir alle zusammenarbeiten“, so Kreis-Fraktionssprecher Friedrich Haubold (Grüne).

Ein Ergebnis des Ministerbesuchs, der sich in einer Runde mit Politikern aus Bund, Land, Kreis und Gemeinde sowie Bürgermeister Dr. Arno Schilling sowie Interessenvertretern aus der Umgebung ausgetauscht hat: Für die Zukunft möchte man noch enger mit der Landeshauptstadt zusammenarbeiten und um mögliche Förderprogramme für eine Reaktivierung des Zwischenahner Meeres kämpfen. Denn eines sei sicher: Eine Verbesserung der Wasserqualität könne nicht sofort stattfinden. Der Heilungsprozess der Natur werde über mehrere Generationen dauern.

Dabei gelte aber auch, so Edgar Autenrieb, Grünen-Ratsherr und Sprecher der Bürgerinitiative Bad Zwischenahn: „Wenn wir vor Ort nicht die richtigen Maßnahmen anstoßen und entsprechende Fördergelder dafür beantragen, passiert nie etwas.“

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