Bad Zwischenahn Die Sanierung des Wellenbades in Bad Zwischenahn wird mit 2,618 Millionen Euro aus Bundesmitteln gefördert. Das hat am Mittwoch der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages auf Vorschlag seines stellvertretenden Vorsitzenden, des Bundestagsabgeordneten Dennis Rohde (SPD), in Berlin beschlossen. Mit dem Geld solle das Bad saniert und für die Zukunft fit gemacht werden, teilte Rohde mit.

„Bad Zwischenahn ist als Kurort weit über die Grenzen des Ammerlandes und Niedersachsens hinaus bekannt. Das sichert Jobs und sorgt für Lebensqualität in unserer Heimat“, so Rohde im Anschluss an die Sitzung. „Damit das so bleibt, brauchen wir unbedingt ein modernes Bad. Ich habe mich in Gesprächen vor Ort in den vergangenen Monaten selbst von der Bedeutung des Wellenbades überzeugen können und begrüße, dass der Haushaltsausschuss nun meinem Vorschlag für eine Förderung gefolgt ist.“ Gerade im Jubiläumsjahr ,100 Jahre Bad’ sei das ein starkes Signal, so Rohde. Für die Sanierung des Wellenbades hat die Gemeinde im Investitionsprogramm für das Jahr 2020 1,9 und für 2021 3,5 Millionen Euro an Ausgaben vorgesehen. Auf der Einnahmeseite hatte die Gemeinde bisher nur mit 1,6 Millionen Euro an Fördermitteln gerechnet. 650  000 Euro stehen darüber hinaus aus früheren Haushalten noch zur Verfügung, so Bürgermeister Arno Schilling (SPD).

Die Sanierung des Wellenbades war über Jahre umstritten. Die Gemeinde Bad Zwischenahn hatte sich 2015 verpflichtet, das Bad zu erhalten. Sie hatte es von der Kurbetriebsgesellschaft übernommen – auch um diese finanziell zu entlasten und den Neubau der Onkologischen Klinik zu ermöglichen.

Bereits zuvor hatte sich unter anderem die CDU dafür ausgesprochen, das Wellenbad aufzugeben und den Neubau an seiner Stelle zu errichten, konnte sich damit aber nicht durchsetzen.

Eigentlich hatte die Gemeindeverwaltung das Bad dann ab 2017 sanieren wollen, in Einzelschritten, beginnend bei der Fensterfront. Auch dafür gab es letztlich keine Mehrheit, die Mittel im Haushalt wurden gesperrt.

Im Anschluss wurde in der Gemeinde ein fraktionsübergreifender Arbeitskreis für ein Bäderkonzept gegründet. In diesem Zusammenhang hatte sich im Januar 2018 die FDP zu Wort gemeldet und ein Ganzjahres-Bad für Bad Zwischenahn gefordert – eine Idee die auch die Wählergruppe „Die Zwischenahner“ bereits mehrfach in ähnlicher Form vorgebracht hatte.

Diese Idee dürfte zunächst vom Tisch sein. Der Verwaltungsausschuss habe den jetzt genehmigten Förderantrag einstimmig unterstützt, sagte Bürgermeister Arno Schilling am Mittwoch. Mit der Förderung und den im Haushalt vorgesehenen Mitteln soll das Bad, das technisch weitgehend dem Baujahr 1976 entspricht, saniert werden. Ein Umbau des Bades, um es attraktiver zu gestalten und mehr Besucher anzulocken, ist damit nicht geplant, für die Zukunft aber auch nicht ausgeschlossen

Schilling freute sich am Mittwoch darüber, „dass wir mit der Unterstützung aus Berlin unser Bad erhalten können. Mit der Förderung wird das deutlich einfacher.“ Er rechnet mit einer Umsetzung der Sanierung in den Jahren 2020 und 2021.

Das derzeitige Sportstättenförderprogramm ist 16-fach überzeichnet, erklärte Dennis Rohde weiter. Bundesweit werden bei 298 Bundestagswahlkreisen insgesamt 198 Projekte gefördert – mit der Sporthalle Flötenteich und dem Wellenbad Bad Zwischenahn liegen davon zwei in Rohdes Bundestagswahlkreis Oldenburg-Ammerland. „Ich freue mich, dass mein Wahlkreis erneut bei Förderprogrammen des Bundes berücksichtigt wird“, so Rohde.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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