Köln Die Automobilhersteller würdigen die Geburtstage von Kult-Fahrzeugen. Weit über 300 Einträge runder Jahrestage füllen 2020 den Terminkalender. Vom Alfa-Start anno 1910 über den Audi Quattro von 1980 bis zu den allerletzten DDR-Neuheiten beim Trabant vor 30 Jahren ist alles dabei. Jede Generation hat ihre Autos, mit denen sie schöne und amüsante Erinnerungen verbindet, und eine enthusiastische Clubszene bewahrt die verblichenen Helden vor dem Vergessen.

Schließlich ist der Anblick von Großvaters jetzt 60-jährigem Ford Taunus 17 M „Badewanne“ oder Onkel Heinrichs ebenso altem NSU Prinz III so bewegend wie die scharfen Bügelfalten des Peugeot 404 im Pininfarina-Anzug oder das Räng-Däng-Däng des Zweitakter-Jahrgangs 1960 von DKW Junior, Saab 96, Trabant und Wartburg. Letztgenanntes DDR-Duo zeigte sich 30 Jahre später mit Volkswagen-Unterstützung in frischer Viertakt-Form.

Der Jahrgang 1990 bringt 2020 neue H-Kennzeichen-Klassiker hervor, darunter Kultautos wie den Mercedes-Achtzylinder 500 E, made by Porsche, den damals endlich auch in Deutschland erhältlichen Mazda MX-5, die unter Stardesigner Claus Luthe konzipierten BMW 3er (E36) und den finalen Audi 100 (C4) mit Sechszylinder. Aber es hieß auch Abschied nehmen von minimalistischen Revolutionären wie dem Citroën 2 CV („Ente“) und vor allem von vielen osteuropäischen Fabrikaten.

Voll auf Luxus und Lifestyle setzte 1980 die neu ausgelieferte Mercedes S-Klasse (W 126) und der BMW 745i mit frühem Sechszylinder-Turbo, so wie 1970 der Citroën SM mit Maserati-Motor und der Range Rover als erster Offroader in Nadelstreifen. Unterwegs mit der Mission Maximum war vor 110 Jahren auch der Blitzen-Benz als erster 200-km/h-Sportwagen.

Extrem teure Maybach- und Mercedes-Luxuskarossen fuhren während der Weltwirtschaftskrise (1930), erste Porsche 356 aus Zuffenhausener Fertigung (1950) oder 1970 Alfa Montreal, Lamborghini Jarama und Maserati Indy als Vmax-Bolzer.

Freudentränen bescherten ihren stolzen Erstbesitzern aber auch die meist mühevoll ersparten kleinen Volksmobile mit Kosenamen wie Seat 600 „Pelotilla“ (Seat-Gründung 1950), Lloyd LP-300 „Leukoplastbomber“ (ab 1950), Volvo PV 444 B „Buckel-Volvo“ (ab 1950), das genügsame sowjetische „Eisenschwein“ Saporoshez (ab 1960), der „Super-Käfer“ VW 1302 (ab 1970) oder „die tolle Kiste“ Fiat Panda (ab 1980). Heute sind diese Kleinen die größten Sympathieträger bei Oldtimer-Events.

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