Frankfurt Die größte (Auto-)Party des Jahres lässt sich doch niemand freiwillig entgehen, oder? Doch. Diesmal schon. Diesmal ist es anders als sonst. Denn gleich mehrere Hersteller sind der Messe ferngeblieben.

Zum Beispiel der Fiat-Chrysler-Konzern. Was besonders bemerkenswert ist, hat dieser doch seine Deutschland-Zentrale ausgerechnet in der Main-Metropole und noch dazu gar nicht weit entfernt von der Messe.

Also kein Alfa, kein Jeep, kein Abarth und vor allem kein Fiat. Und auf der Absagen-Liste finden sich weitere klangvolle Namen. Aston Martin und Rolls Royce zum Beispiel, Nissan, Peugeot und die Citroen-Marke DS. Während der amerikanische Elek­troauto-Hersteller Tesla 2015 noch mit einem kleinen Stand vertreten war und diesmal fernbleibt, gilt das für Volvo bereits zum zweiten Mal.

Die in chinesischem Besitz befindliche Traditionsfirma aus Schweden hatte sich schon vor zwei Jahren nicht blicken lassen. Volvo konzen­triert sich „auf die bedeutenden Messen in den USA, Europa und China“. Heißt: auf Detroit im Januar, auf den Genfer Salon im März und dann im April auf die im jährlichen Wechsel stattfindenden Ausstellungen in Peking und Shanghai. Bei Mitsubishi ist das ähnlich. Allerdings setzen die Japaner auf das Heimspiel in Tokio statt auf Detroit.

Es sind also durch die Bank Importeure, die sich für eine Absage entschieden haben. Zum Teil weil sie wissen, dass sie mit ihren Produkten beim Feuerwerk der deutschen Platzhirsche ein wenig untergehen. Aber es geht wie immer auch ums Geld. Bei keiner anderen Automesse sollen Aufwand und Kosten höher sein als bei der IAA.

Nach einem Blick in die Preisliste des Ausrichters VDA (Verband der Deutschen Automobil-Industrie) glaubt man das gerne. 166 Euro Miete kostet ein Quadratmeter. Das klingt erst einmal nach nicht zu viel. Kann aber richtig teuer werden. Zum Beispiel für BMW. Die Münchener stellen in der Halle 11 auf 12 000 Quadratmetern aus – macht rund zwei Millionen Euro. Allein für die Miete. Dann kommen aber noch die Kosten für die Aufbauten und die Aufbauer, für die Hostessen und alles weitere hinzu.

Mercedes, traditionell in der Festhalle, soll auf Gesamtkosten im schon achtstelligen Euro-Bereich kommen, bei Audi sollen es vor zwei Jahren, als sich die Ingolstädter erneut eine selbst aufgebaute Halle auf dem Agora-Gelände gegönnt hatten, alles in allem rund 15 Millionen Euro gewesen sein. 55 Angestellte und 85 Hostessen hatten die von der Architektur beeindruckten Besucher während der Messetage begrüßt und informiert.

Doch diesmal ist auch bei Audi alles als eine Nummer kleiner. Die Marke mit den vier Ringen ist zum Rest der VW-Konzern-Familie in die Halle 3 gezogen.

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