Fahrbericht
Koreaner elektrifizieren Diesel

Der „Mild Hybrid Starter Generator“ (MHSG) unterstützt den Selbstzünder mit bis zu 16 PS. Außerdem gewinnt er Strom, sobald vom Gas gegangen oder gebremst wird.

Bild: Hyundai
Weltweit Hyundais Nummer 1: das Kompaktklasse-SUV TusconBild: Hyundai
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Geändert: Heckklappe und Heckschürze des Tuscon. Der Kofferraum hat ein Volumen von mindestens 513 Litern.Bild:
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Frankfurt Bei Hyundai läuft es auch in Deutschland so richtig gut. Einer der Bestseller im Modellprogramm der Koreaner ist hierzulande das Kompaktklasse-SUV Tuscon (weltweit Hyundais Nummer 1). Dieser wartet jetzt mit einer technischen Besonderheit auf.

Denn der Tuscon verfügt nicht nur über eines der noch seltenen 48-Volt-Mild-Hybridsysteme, sondern über ein ganz spezielles. Während andere Hersteller nämlich auf eine Kombination mit einem Benziner setzen, fiel die Wahl der Hyundai-Ingenieure auf ihren stärksten Diesel – den 2,0-l-Vierzylinder mit 185 PS.

Die Vorteile der Elektrifizierung: Das Starten des Vierzylinders erfolgt weicher, bei niedrigen Drehzahlen unterstützt der „Mild Hybrid Starter Generator“ (kurz MHSG) den Selbstzünder mit bis zu 16 PS. Außerdem rekuperiert der Starter-Generator, er gewinnt also Strom, sobald vom Gas gegangen oder gebremst wird und speist dann einen Lithium-Ionen-Akku. Dieser wiederum versorgt die elektrischen Verbraucher des Tuscon mit Energie (was sonst über die Arbeit des Verbrenners geschieht). Vorteil: der Kraftstoffverbrauch wird reduziert. Laut Hyundai um bis zu sieben Prozent (Normverbrauch 5,7 l/100 km).

Auf ersten Ausfahrten weiß der 185 PS starke und immerhin 400 Nm Drehmoment bietende Selbstzünder zu überzeugen. Dank eines guten Antritts und akustisch zurückhaltendem Arbeitsnachweis. Empfehlenswert ist übrigens die Kombination mit der neuen und jetzt acht- statt sechsstufigen Automatik. Allerdings kostet der in der Basisversion (132-PS-Benziner, Frontantrieb) ab 22 970 Euro erhältliche Tuscon dann auch schon 41 000 Euro (mit der Topausstattung „Premium“ und Allradantrieb).

Die optischen Änderungen zur Lebensmitte sind indes überschaubar. Der Tuscon fährt mit neuem Grill, anderer Leuchtgrafik der LED-Scheinwerfer, anderer Heckklappe und Heckschürze sowie neuen Rückleuchten in die nächsten drei Jahre seines Modelllebens.

Gewonnen hat der Inneraum durch das komplett neue Armaturenbrett und den freistehenden Bildschirm über der Mittelkonsole, aber auch dank hochwertigerer Materialien.

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