Essen /Unna Viele Motorradfahrer mögen den Charme klassischer Motorräder. Doch was ist bei den Oldtimern zu beachten, und wie findet man den richtigen? Am Anfang steht eine Grundsatzentscheidung, sagt Michael Lenzen vom Bundesverbandes der Motorradfahrer (BVDM): Soll der Klassiker als Wertanlage in der Garage oder gar im Wohnzimmer stehen? Oder will man sich auf den Sattel schwingen?

Wer fahren will, muss wissen: „Das Zweirad muss zur jeweiligen Körpergröße passen. Ist es zu groß, kann es riskant werden. Ist es zu klein, wird es schnell unbequem“, sagt Matthias Haasper vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Auf dem Weg zum richtigen Modell können einschlägige Online-Foren helfen. Wulf Weis von der Zeitschrift „Motorrad News“ sieht solides technisches Verständnis, vielleicht sogar eine technische Ausbildung als Grundvoraussetzung für den Umgang mit Klassikern.

Ein Traum-Motorrad ist zum Beispiel die Honda CB 750 Four rund 50 Jahre nach ihrem Erscheinen noch immer. „Die Honda hat Ende der 60er Jahre eine neue Ära eingeleitet, weg vom Zwei-, hin zum Vier-Takter“, sagt Lenzen. Der Gebrauchtmarkt sei aber leider auch sehr abgegrast. Ein gutes Exemplar zu einem angemessenen Preis zu finden, „das ist äußerst schwierig und bedarf großer Geduld“. Frankensteins Tochter nannte die Presse die Kawasaki 900 Z1 (ab 1972), weil der Motor dem Fahrwerk deutlich überlegen war. „Das galt im Grunde aber auch für die CB 750 Four.“ Kult sind beide Motorräder.

„Potenzial zum Kultstatus“ spricht Lenzen auch der BMW K1 zu, die 1988 der erste Supersportler der Marke war: „Ein futuristisch designtes, mit Vollverkleidung auf Geschwindigkeit ausgelegtes Motorrad das damals polarisiert, heute aber das Zeug zur Ikone hat und noch in ordentlichen Stückzahlen verfügbar ist“.

Ähnlich spektakulär war ab 1981 die Suzuki Katana 1100. Die Marktlage sei aber schwach. „Für damalige Verhältnisse fuhr sie sehr gut. Kein Wunder, dass das Material meist stark belastet wurde“, sagt Weis.

Nicht ganz leicht zu finden ist auch die 1970 präsentierte Suzuki GT 750. Dieser letzte hubraumstarke Zweitakter trägt den Spitznamen Wasserbüffel. Die Erklärung: „Der Dreizylinder-Zweitaktmotor war bereits wassergekühlt, braucht aber auch viel Pflege“, so Lenzen.

Ultimativer Gegenentwurf zu Einzylinder-Maschinen wie der Yamaha SR 500 war 1974 die Benelli 750 Sei. Mit ihrem Sechszylinder ist sie heute „ein absolutes Liebhaber-Motorrad, das zu sehr hohen, teilweise exorbitanten Preisen gehandelt wird“, sagt Wulf Weis.

Immer draußen und oft dort, wo die Straße längst aufgehört hatte, war seit 1988 die Honda Africa Twin unterwegs. „Die V2-Motoren von Honda gehören zu einer der erfolgreichsten Motoren-Generationen, die jemals im Motorrad-Sektor verbaut wurden“, so Weis. „Extreme Zuverlässigkeit und Langlebigkeit zeichneten diese Motoren aus, das hatte beinahe schon Auto-Niveau"“ Ähnliches galt ab 1980 für die BMW R 80 G/S.

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