WILHELMSHAVEN „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein, sowohl im Inneren, als auch nach außen“, sagte Willy Brandt 1969 in seiner Regierungserklärung. Die Vereinten Nationen forderte er auf: „Lasst uns zusammen leben und zusammen arbeiten.“ Mit Zitaten wie diesen erinnerte der ehemalige Bundesarbeitsminister Dr. Herbert Ehrenberg bei der Eröffnung der Ausstellung „Willy Brandt – Ein politisches Leben 1913 - 1992“ an den großen Staatsmann, dessen Ostpolitik Geschichte geschrieben hat. Ehrenberg war kurzfristig für den verhinderten SPD-Landesvorsitzenden Olaf Lies als Redner eingesprungen. „Ich finde es toll, dass sie als Weggefährte von Willy Brandt hier sprechen“, sagte Petra Wilke von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Zur Eröffnung sprach auch Wilhelmshavens 2. Bürgermeister Wilfrid Adam.

Die Wanderausstellung der Stiftung, dessen Mitglied Willy Brandt war, fasst das Leben des vorausschauenden Sozialdemokraten auf 72 Tafeln zusammen. „Das Archiv der Stiftung ist das Gedächtnis der Sozialdemokratie in Deutschland“, sagte Wilke. Zu sehen sind mehr als 5000 Bilder und Dokumente aus dem Leben und Wirken des ehemaligen Parteivorsitzenden und Ehrenvorsitzenden der SPD, des regierenden Bürgermeisters von Berlin, des Bundeskanzlers und Friedensnobelpreisträgers. An Litfasssäulen sind Wahlplakate Brandts zu sehen.

Im kommenden Jahr jährt sich der Todestag Willy Brandts bereits zum 20. Mal. „Viele jüngere Menschen haben ihn nicht mehr live erlebt“, sagte Petra Wilke. Umso wichtiger sei es, Brandt und dessen Politik in Erinnerung zu halten. „Es wäre schön, wenn die Ausstellung in den kommenden Wochen für viele Schüler zum Klassenzimmer werden könnte“, sagte die Vertreterin der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Die Ausstellung ist bis zum 31. August im Küstenmuseum zu sehen. Sie wird von einem Rahmenprogramm begleitet, das vom Verein zur Erhaltung und Förderung des Küstenmuseums unterstützt wird. Am 16. August läuft beispielsweise der Film „Schattenväter“. Der Dokumentarfilm behandelt die Auseinandersetzung von Mathias Brandt und Pierre Guillaume mit ihren Vätern als öffentliche Person. Ein Film über zwei Söhne im Schatten ihrer berühmten Väter.

Der Eintritt in die Ausstellung im Küstenmuseum ist für Gruppen und Schulklassen nach vorheriger Anmeldung unter Tel. 04421/400 940 kostenlos.

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