Als sie die Leitung der Alloheim Senioren-Residenz 2016 übernahm, waren in dem Haus noch jede Menge Zeitarbeiter beschäftigt. Dieser Zustand gehört zum Glück der Vergangenheit an. Alle 68 Mitarbeiter, von denen 36 in der Pflege beschäftigt sind, haben feste Verträge.

Pflege muss nicht männlich sein

Carina Mauritschat sorgt – wie viele andere Pflegeeinrichtungen im Oldenburer Land auch – angesichts des eklatanten Pflegenotstandes für ein gutes Betriebsklima. Der Ausbildungsbetrieb mit vier Auszubildenden macht vieles, um rechtzeitig seinen Nachwuchs zu rekrutieren. Rund 20 Schüler absolvieren in jedem Jahr hier ein mehrwöchiges Schnupperpraktikum. Die Einrichtung nimmt zudem an dem bundesweit veranstalteten Zukunftstag teil. Er will Jungen mehr an frauen- und Mädchen stärker an männerspezifische Berufsbilder heranführen.

Schüler erleben Betreuung Auf einen entsprechenden Zeitungsartikel in der NWZ hatten sich vier Schüler im Haus Tongern gemeldet, um an dem Projekt teilzunehmen. Unter Anleitung von Antje Wessels bemalten Alexander Echternkamp (12) und Arne Segebrecht (11) mit den Bewohnern Vogelhäuschen für den Garten, Joslyn Kirstein (13) Sophia Willms (11) nahmen am Wellness-Programm mit Massage und Nägel lackieren statt. Die vier waren sich am frühen Nachmittag einig. „Das war ein ganz besonderer Tag, an dem wir wirklich viel lernen und erfahren konnten“, lautete ihr einstimmiges Fazit. Sie konnten das Haus und einige seiner Bewohner hautnah kennenlernen, den Betreuungskräften über die Schulter schauen, sich über interne Abläufe, Planungen und Dokumentationsarten umfassend informieren.

Nachwuchs erwünscht

Carina Mauritschat und ihr Team hoffen, die jungen Menschen frühzeitig für die Pflegeberufe zu begeistern, damit die Ausbildungsplätze für angehende Pflegefachkräfte immer wieder neu besetzt werden können – übrigens gerne auch an Bewerber, die schon über etwas Lebenserfahrung und den mittleren Bildungsabschluss verfügen, Spaß daran haben, mit Menschen zu arbeiten, sozial engagiert und auch körperlich und psychisch belastbar sind. „Wir würden uns wirklich auch über mehr männliche Interessenten freuen“, erklärt Mauritschat. Und sie ergänzt, dass das Haus Tongern ganz bewusst nicht die zweijährige Ausbildung zum Pflegeassistenten anbiete. „Sie ist nichts wert. Denn ungelernte Kräfte verdienen genauso viel wie die Absolventen.“

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