Apen Wohl kaum einer feiert bereits den fünften Geburtstag mit 85 Gästen – genau so viele Frauen und Männer waren nun beim Plattdeutschen Nachmittag im Gemeindehaus Apen. Auf den Tag genau vor fünf Jahren – am 1. November 2011 – hatte das Organisationsteam zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Seither hat der Plattdeutsche Nachmittag seinen festen Platz am ersten Dienstag im Monat. Apens Pastor Peter Kunst hatte einige humorvolle Anekdoten mitgebracht.

Hanne Taute, Alma Weber und Magdalene Wardenburg erinnern sich noch genau. Der Plattdeutsche Nachmittag im Gemeindehaus Apen ist eine Fortführung der gleichnamigen Veranstaltung, die Elfriede Schaa und Anneliese Fecht viele Jahre in Vreschen-Bokel geleitet und im Oktober 2011 eingestellt hatten. Damals hätten sie gedacht: „Dat moet wieter gahn“, aber diesen Erfolg konnten sie nicht erahnen. „Es kommen jedes Mal zwischen 60 und 80 Gäste“, sagt Alma Weber.

„Bei uns sind alle herzlich willkommen, die gerne Plattdeutsch hören und sprechen, natürlich auch jüngere Gäste“, betont Carina Vohlken. Nach dem Tode ihrer Schwiegermutter Annelene Vohlken, die seit Beginn zum Organisationsteam gehörte, hat sie den Platz eingenommen.

Mehrere Kuchen backt das engagierte Frauen-Quartett zum geselligen Nachmittag. Neben Tee- und Kaffeetrinken, plattdeutschen Döntjes, Geschichten und Gedichten gehört auch das Singen plattdeutscher Lieder dazu. Unterstützt wird der große Chor stets von zwei Mitgliedern des Aper Handharmonikaclubs. Und auch der allgemeine Klönschnack hat seinen Platz.

Die vier Organisatorinnen, die tatkräftig von ihren Ehemännern unterstützt werden, freuen sich, wenn auch Gäste zu diesem Nachmittag plattdeutsche Lektüre mitbringen. „Das ist eine tolle Bereicherung“, sagt Hanne Taute, die sich gemeinsam mit ihrem Team auf noch viele Plattdeutsche Nachmittage in geselliger Runde freut.

Die Geburtstagsveranstaltung bereicherte Leonie Grote aus Bokel, die bereits mehrere Preise bei plattdeutschen Lesewettbewerben gewonnen hat. Die 16-Jährige begeisterte mit einem lustigen Quiz, sang Lieder, erzählte humorvoll Erlebnisse aus ihrer Kindheit – alles auf Plattdeutsch.

Erna Rosenthal aus Apen ist Stammgast. „Hier wird nur Plattdeutsch geredet und gesungen, das gefällt mir“, erzählt die 80-Jährige, die seit ihrer Geburt die plattdeutsche Sprache spricht.

Auch Frieda Weber aus Hollriede ist eine Frau der ersten Veranstaltung: „Es ist wunderbar, gemütlich und immer sehr gut“, freut sich die 96-Jährige. Mit 100 Jahren ist Gerda Specht aus Augustfehn II die älteste Teilnehmerin und fast immer dabei.

„Bei der Landbevölkerung, da fühlt man sich wohl“, betont Emil Eilers aus Oldenburg. Zusammen mit seiner Frau Ruth ist er ebenfalls von Beginn an dabei. „Ein großes Lob auf das Organisationsteam – die sind klasse.“

Der „plattdüütsche Namiddag“ ist eine offene Veranstaltung. Einen festen Besucherstamm gäbe es zwar, aber es seien immer wieder „neue“ Gesichter dabei.

Der nächste „plattdüütsche Namiddag“ findet am Dienstag, 6. Dezember, statt. Der Eintritt ist wie immer frei, für Kaffee, Tee und Kuchen wird ein Obolus von 2,50 Euro eingesammelt. „Wir sind dankbar, dass wir das Gemeindehaus hierfür nutzen dürfen“, sagt Alma Weber.

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