Wiefelstede Eins war am Montagabend in der Mensa des Oberschule Wiefelstede klar: Das Thema Flüchtlinge bewegt viele Menschen. Das stellte vor allem Bürgermeister Jörg Pieper fest. Um über die derzeitige Flüchtlingssituation in der Gemeinde aufzuklären, hatte er am Montag zu einem Infoabend eingeladen. Rund 400 Zuhörer waren anwesend.

Pieper erklärte, welche Stationen die Flüchtlinge durchlaufen, ehe sie in ihrer Unterkunft angekommen sind. Eine zentrale Frage war dabei: Wie und wo sollen die Flüchtlinge in Wiefelstede noch untergebracht werden? „28 Wohnungen sind derzeit angemietet, weitere sind in Verhandlung“, so Jörg Pieper.

Er betonte jedoch auch, dass nicht alle Flüchtlinge untergebracht werden können. Öffentliche Gebäude müssten als zusätzliche Unterkunft genutzt werden. Zugleich richtete Pieper einen Appell an die Zuhörer. Wer eine Wohnung zu vermieten habe, möge sich bitte melden. „Das ist ein Hilferuf von uns.“

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Auf den Hinweis einer Zuhörerin, dass durch die Nutzung der öffentlichen Gebäude Sportvereine ihrem Training nicht mehr regelmäßig nachgehen könnten, antwortete Pieper: „Das Szenario ist mit Einschränkungen verbunden.“ Er bitte dafür um Verständnis. Weiter ging der Bürgermeister auch auf die Ziele der Gemeinde Wiefelstede ein: Die Flüchtlinge sollen dezentral untergebracht werden. Bei der Unterbringung in Wohnungen achte man darauf, Familien zu berücksichtigen. „Mit Familien gibt es die wenigsten Probleme.“ Die Wohnraumsuche oder auch die Integration falle leichter.

In den Fragen der Zuhörer mischten sich Sorge und Hilfsbereitschaft. Wie denn geprüft werde, wie viel Geld ein Flüchtling besitzt? Man sei auf die Angaben des Flüchtlings angewiesen, so Pieper. Ob die Polizeipräsenz angehoben werden müsse, wollte ein Zuhörer wissen. „Das ist nicht nötig“, sagte Pieper. Mit den Flüchtlingen gebe es aktuell keine Probleme. Andere Zuhörer wollten wiederum wissen, wo sie ihre Sachspenden hinbringen können.

Diesbezüglich konnte Marco Schulte, der unter anderem die Spenden entgegennimmt, Positives berichten: „Die Spenden sind gigantisch, es läuft super.“

Wer mit Sachspenden oder ehrenamtlicher Arbeit helfen möchte, jedoch nicht weiß, an wen er sich wenden soll, kann per E-Mail an soziales@wiefelstede.de um eine Auflistung aller Adressen bitten, oder direkt im Fachbereich anrufen unter Tel.  04402/965250.


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Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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