Bekhausen Protest gegen Windkraftanlagen im Rasteder Norden: Mehr als 120 besorgte Bürger aus den Bauerschaften Bekhausen, Wapeldorf und Heubült, aber auch Bewohner des angrenzenden Frieslands hatten sich am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus in Bekhausen versammelt. Dort wurde die Bürgerinitiative (BI) Ras­tede-Nord gegründet, die jetzt die Interessen der Windkraftgegner verfolgen wird.

Eingeladen hatten, wie berichtet, Oliver Oeltjen aus Heubült und Hans-Hinrich Höpken aus Bekhausen. Unterstützt wurden sie von Uwe Kirchhoff, der sich um den Internetauftritt der neuen BI Rastede-Nord kümmert, und Sabine Westphal, Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung. Als Gast war zudem Matthias Elsner aus Edewecht vom Landesverband „Vernunftkraft“ Niedersachsen dabei.

Im Bauausschuss

Um das Thema Windenergie wird es am Montag, 8. August, in einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Straßen in Rastede gehen (16 Uhr, Neue Aula).

Oliver Oeltjen von der Bürgerinitiative Rastede-Nord fordert alle Interessierten auf, an der Sitzung teilzunehmen. So soll der Protest gegen einen Windpark im Rasteder Norden deutlich gemacht werden.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Frage, ob die Gemeinde Rastede überhaupt noch neue Gebiete zur Errichtung von Windparks ausweisen müsse. „Über 30 Prozent des Stroms werden schon heute aus erneuerbaren Energie gewonnen. Wenn die Windkraftanlagen in Liethe oder Delfshausen weiter aufgerüstet werden, ist das Ziel, 50 Prozent des Stroms aus alternativen Energiequellen zu gewinnen, ohne weiteres erreichbar“, sagte Oeltjen.

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Andere Teilnehmer kritisierten den Verlust an Lebensqualität im Rasteder Norden. „Windparks und eventuell eine neue Autobahn mit weiteren Auf- und Abfahrten führen dazu, dass die Natur in ihrer Entwicklung gestört wird“, wurde aus den Zuschauerkreisen angemerkt. Permanenter Lärm durch die Windräder, Schattenwurf und die Frage, ob der entstehende Infraschall zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann, waren weitere Diskussionspunkte.

Nicht alle Anwesenden sprachen sich gegen Windparks aus. Es gab auch Stimmen, die darauf hinwiesen, dass die Windkraft eine saubere Energie sei und dazu führen könne, neben Atomkraftwerken künftig auch auf Kohlekraftwerke zu verzichten.

CDU-Fraktionsvorsitzende Susanne Lamers wies darauf hin, dass die Gemeinden im Ammerland verpflichtet seien, Flächen für die Windenergie zur Verfügung zu stellen. Die Genehmigungsverfahren würden dann über den Landkreis laufen. „Wir möchten Windenergieanlagen an geeigneten Standorten unter dem Aspekt der Bürgerbeteiligung errichten. Es wird keine Windenergie um jeden Preis geben“, so Susanne Lamers.

Wer sich der Bürgerinitiative anschließen möchte, erhält Informationen unter


     www.bi-rastede-nord.de 
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