Wiefelstede Das Grundstück nahe der Kläranlage hatte die Gemeinde Wiefelstede schon im vergangenen Jahr im Auge. Denn der Bedarf an neuen Kindergarten- und Krippenplätzen – das war abzusehen – kann mit den vorhandenen Einrichtungen nicht gedeckt werden. Am Montag beschäftigte sich der Ausschuss für Generationen und Soziales erneut mit der Planung einer neuen Kindertagesstätte in Wiefelstede.

Diese soll sowohl zwei Krippengruppen beherbergen als auch zwei Kindergartengruppen Platz bieten. Fachbereichsleiterin Sigrid Lemp erläuterte den Ausschussmitgliedern kurz das Verfahren zur Architektenauswahl, im Anschluss stellte Architekt Peter Voss aus Rastede die Ideen vor. Im Vorhinein hatte es eine Bereisung einer Kita in Varel gegeben, die ebenso vom Architekturbüro Peter Voss geplant worden war.

Flexible Nutzung möglich

Voss legte dar, dass das neu zu errichtende Gebäude irgendwann später – sofern es nicht mehr als Kita benötigt wird – ohne größere Mühe für behindertengerechte Wohnungen genutzt werden könnte. Die Kostenschätzung für das Gesamtobjekt beläuft sich auf rund 2,9 Millionen Euro. Cornelia Kuck (Grüne) nahm Bezug auf die räumliche Nähe zur Kläranlage und wollte wissen, inwieweit die Kinder und Betreuer von dem Geruch betroffen seien. Bürgermeister Pieper erläuterte, dass es für einen gewissen Zeitraum auch mal riechen könne. Diesen Umstand müsse man akzeptieren.

Bernd Kossendey (CDU) äußerte Bedenken hinsichtlich der finanziellen Machbarkeit, machte aber deutlich, dass er das Vorhaben generell mittragen werde.

(Fast) alle einig

Im Abstimmungsergebnis spiegelte sich die Zustimmung der meisten Ratsherren und Ratsfrauen bei diesem Thema wider: Bei zehn Ja-Stimmen und einer Enthaltung wird das Projekt positiv an den Verwaltungsausschuss weiterempfohlen, der am kommenden Montag, 23. September, zusammenkommt. Abschließend entschieden wird dann im Rat am Montag, 30. September.

„Ich hoffe, dass der Neubau beschlossen wird“, resümierte Sigrid Lemp im Nachgang der Sitzung. Denn es soll fix gehen: Schon im kommenden Jahr könnte es losgehen, damit alle Kinder auch betreut werden können.

Erweiterung verschoben

Um einen weiteren Kindergarten, nämlich die Kita Heinrich Kunst in Ofenerfeld, ging es bei dem folgenden Tagesordnungspunkt. Bei der Kita war schon im Jahr 2016 festgestellt worden, dass eine Erweiterung nötig wird, wie Jörg Weden von der SPD ausführte. Er räumte jedoch ein, dass eine abschnittsweise Realisierung sinnvoll sei. Es solle dann in 2020 das Außengelände gestaltet, in 2021 das Gebäude angegangen werden. Keinesfalls sollte eine Erweiterung auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Die Ausschussmitglieder einigten sich letztlich auf genau diesen Vorschlag und empfahlen ihn an den Verwaltungsausschuss weiter.

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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