Wiefelstede Bei zwei Gegenstimmen hat der Wiefelsteder Bau- und Umweltausschuss am Montagabend die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 147 „Wiefelstede, Grote Placken“ empfohlen. Sollte der stets nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 18. Juni dieser Empfehlung folgen, dann kann das Planverfahren für das rund 16,7 Hektar große Gebiet linksseitig der Hauptstraße in Wiefelstede am Ortsausgang Richtung Oldenburg beginnen. Dort sollen bekanntlich Wohnbebauung und vor allem Gewerbeansiedlung ermöglicht werden.

Von den vier vom Rasteder Planungsbüro Diekmann & Mosebach zuvor erarbeiteten städtebaulichen Konzepten für das Plangebiet hatte der Ausschuss in vorherigen Sitzungen bislang mehrheitlich die Variante 4 favorisiert: In der aktuellen Sitzung gab es jedoch Änderungsvorschläge. So sprach sich Enno Kruse (UWG) im geplanten Gewerbebereich für eine Ringstraße statt einer Straße mit Wendehammer aus und sah dies als „verkehrlich bessere Lösung“ an. Zudem störte ihn, dass Bewohner geplanter Mehrparteienhäuser im Mischgebiet II entlang der Hauptstraße durch eine angedachte Einbahnstraßenregelung lediglich über das Gewerbegebiet auf die Hauptstraße kämen. Und schließlich wollte er mehr Wohnbauland als bislang geplant ausgewiesen wissen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Jörg Weden wollte das bislang angedachte, eingeschränkte Gewerbegebiet im Anschluss an die geplante Wohnbebauung nach Osten hin verlängert wissen – für den Fall, dass später eine weitere Wohnbebauung an die vorhandene anschließt. Grundsätzlich sprach sich Weden dafür aus, sich im Ausschuss schnell zu einigen: „Wir können nicht immer auf Zeit spielen, sonst stehen wir bald mit nix da.“ Hintergrund ist, dass die Gemeinde bislang lediglich eine Option auf die zu entwickelnde Fläche hat. Weden: „Der Eigentümer muss auch wissen, wo er steht.“

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Dirk Schröder (SPD) stimmte gegen die Planung. Er befürchtete, dass eine so große Nachfrage nach Gewerbeflächen gar nicht vorhanden ist. „Wir sollten planerisch die Möglichkeit offen halten, Flächen später auch noch in Misch- oder Wohngebiete umändern zu können.“ Dieser Befürchtung widersprach Bauamtsleiter Hans-Günter Siemen: „Wir haben regelmäßig Anfragen von Firmen, die kurzfristig Flächen brauchen.“ Auch Jens Nacke (CDU) teilte die Befürchtungen Schröders nicht. Zudem: „Es ist wichtig für eine Gemeinde, Gewerbeflächen vorzuhalten.“

Jens-Gert Müller-Saathoff (Grüne) war ebenfalls gegen die Planung. Er favorisierte die Variante 1, die im Mischgebiet und im Allgemeinen Wohngebiet links des Regenrückhaltebeckens unter anderem deutlich mehr grün vorsieht.

Auf Basis der Variante 4 stimmte der Ausschuss mehrheitlich der Aufstellung des Bebauungsplanes zu – mit der Maßgabe, das Mischgebiet links des Regenrückhaltebeckens entlang der Hauptstraße zugunsten des darüberliegenden, allgemeinen Wohngebietes – soweit zulässig – zu verkleinern, das eingeschränkte Gewerbegebiet nach Osten zu vergrößern und – falls nötig – die Möglichkeit offen zu halten, die Straße im Gewerbegebiet später als Ringstraße auszubauen.

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