Westerstede Ein Summen liegt hier in der Luft: Das Schulungshaus des Imkervereins Bad Zwischenahn-Westerstede wird stetig Heimat von mehr Bienen. Sechs Bienenvölker sind schon eingezogen. Aber auch immer mehr Menschen finden sich im Zentrum des Vereins ein. Jetzt, ein halbes Jahr nach der Einweihung des Hauses auf dem Gelände des Jaspershofs in Westerstede ist hier schon viel Betrieb. Am 20. Mai laden die Mitglieder zum Weltbienentag ein.

Biene im Fokus

Zum Weltbienentag am Montag, 20. Mai, lädt der Imkerverein Bad Zwischenahn-Westerstede ins Schulungshaus beim Jaspershof, Zum Stiftungspark 27, nach Westerstede ein. Ansprechpartner geben zwischen 18 und 20 Uhr Auskunft. Zudem wird Ammerländer Honig verkauft und kann probiert werden.

„Jetzt zur Honigzeit ist hier Hochkonjunktur“, sagt der 2. Vorsitzende Jürgen Nixdorf. Viele der mittlerweile 130 Mitglieder kommen regelmäßig ins Zentrum, um den Honig zu schleudern. Im Monat Mai beginnt hier nämlich die Frühtracht, die Spättracht folgt Juli/August. Das sind die zwei Zeiten, in denen Honig fließt.

Hinter dem Haus haben die Mitglieder eine Buchenhecke angepflanzt, um den dahinter liegenden Weg abzuschirmen. „Das hält die Bienen davon ab, auf den Weg zu schwärmen“, sagt Nixdorf. Die Hecke ist inzwischen mannshoch. Bienen seien es gewohnt, auf einer gewissen Höhe zu fliegen. Sie könnten zwar die Hecke überwinden, würden dann aber nicht sofort wieder im Sturzflug herunterkommen, erklärt Nixdorf. Auch die Nähe zum Spielplatz sei kein Problem. „Bienen sind anders als zum Beispiel Wespen von Natur aus friedlich. Lässt man sie in Ruhe, lassen sie einen auch in Ruhe“, sagt der 63-jährige Westersteder.

Momentan treffen sich die Mitglieder jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr im neuen Gebäude, während der kalten Monate Oktober bis März einmal im Monat. Über das Jahr hinweg plant der Verein verschiedene Aktionen. Im März hatten sie ein Schnuppertag veranstaltet, bei dem sie bis zu 40 Gäste willkommen hießen. „Das Interesse am Thema Bienen ist groß“, freut sich Nixdorf.

Über das reine Interesse hinaus geht die Leidenschaft für die kleinen Brummer bei den zahlreichen Hobbyimkern, die im Verein mitwirken. Die werden hier auch ausgebildet. Jeweils ein Kurs mit rund 30 Teilnehmern kommt jedes Jahr zustande. „Er beginnt im Januar und umfasst ein ganzes Bienenjahr, so dass alle Etappen miterlebt werden.“ Für viele Hobbyimker sei das Equipment, vor allem eine eigene Honigschleuder, anfangs oft zu teuer. So nutzen sie das im Zentrum. Die Bienenvölker werden jeden Tag größer: 2000 Eier legt eine Bienenkönigin am Tag. Circa 70 000 Bienen leben zur Sommerzeit in einem Stock.

Im Haus informieren viele Schautafeln und Prospekte rund um die Biene. Geplant ist es, hier in Zukunft Schulklassen begrüßen zu können. Auch die Kreisvolkshochschule veranstaltete einige Infotreffen.

Nach dem Weltbienentag wird es am 7. Juli einen Tag der Imkerei geben. Hier sind verschiedene Aktionen beim Lehrbienenstand geplant. Der Verein bietet außerdem eine Ferienpassaktion an. Am 11. Juli können Kinder im Haus alles übers Bienenzüchten lernen.

Freya Adameck Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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