Westerstede Es ist die kleine Luna, die an diesem Samstag im Mittelpunkt steht. Sie wird am Nachmittag offiziell zur Botschafterin des Ammerland-Hospizes in Westerstede ernannt. „Sie unterstützt uns mit ihrer Nähe und Zeit, die sie hier verbringt. Dabei vermittelt sie das Gefühl von Geborgenheit und gibt viel Wärme“, sagt Leiterin Kea Bünnemeyer. Luna ist dabei ganz entspannt. Das fünfjährige Shetland-Pony von Brigitte Müller aus Felde lässt sich gern streicheln, genießt aber auch gern die Äpfel, die ihm vorgesetzt werden.

Der Rahmen zur Ernennung einer Hospizbotschafterin ist dem Anlass gebührend gestaltet. An diesem Nachmittag und am Abend feiert das Haus sein Fest „Herbstleuchten“. „Eigentlich hatten wir ein Sommerfest geplant, was leider ausfallen musste. Jetzt haben wir gesagt, dass wir zum Welthospiztag, der am 12. Oktober begangen wird, etwas auf die Beine stellen“, erzählt Kea Bünnemeyer.

2010 wurde das Ammerland-Hospiz ins Leben gerufen. „Wir hatten es der damaligen schlechten Wirtschaftskonjunktur in Deutschland zu verdanken“, erzählt Landrat Jörg Bensberg, dem mit der Schaffung dieser Einrichtung ein Herzenswunsch erfüllt wurde. „Da bestimmte Gebäude bereits vorher gut saniert und modernisiert worden waren, stand uns das Geld für die Schaffung des Hospizes zur Verfügung, was wir natürlich gern genutzt haben.“

Heute sind hier 22 hauptamtliche und 33 ehrenamtliche Frauen und Männer tätig, die diese besondere Arbeit betreiben. „Wir möchten schon erkrankten Menschen Hoffnungen auf eine Zeit voller Lebensqualität vor dem Tod schenken“, ist eine Maxime dieser Arbeit im Haus. Das „Herbstleuchten“ an diesem Samstag gehört dazu.

Neben einer Zaubershow, einer Clownin, kreativen Angeboten und Spiele-Aktionen bis hin zu einem Indianerdorf für Kinder locken am Abend mit Einbruch der Dunkelheit Illuminationen im Hospizgarten. Hier finden die Besucher auch einen „Wünsche-Garten“ vor, wo sie ihre Lebenswünsche aufschreiben können. Dazu soll eine Lichterkette optisch darstellen, dass die Hospizarbeit „Brücken schlägt“. „Wir holen die Menschen ab, um sie über eine nicht immer gerade Brücke zu begleiten. Sie sind nicht allein“, betont Kea Bünnemeyer.

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