Ärger In Westerstede
Radweg zu schmal und marode

Der Radweg entlang der Oldenburger Straße wird von Anwohnern der umliegenden Baugebiete, Schülern und Touristen genutzt. Zum Ausweichen ist dort allerdings kaum Platz. Das sorgt für Unmut.

Bild: Kerstin Schumann
Hier wird's eng: Auf dem viel befahrenen Radweg entlang der Oldenburger Straße in Westerstede kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Zudem ist der Belag schadhaft (ovales Foto). Das ärgert Dr. Niels Götke (rechts) und seine Kinder. Auch Rudolf Tammen muss oft anhalten.Bild: Kerstin Schumann
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Westerstede Radfahren ist gesund und schont die Umwelt, sagt Dr. Niels Götzke. Doch trotzdem ärgert er sich regelmäßig, wenn er den Radweg an der Oldenburger Straße von der Prikker-Kreuzung bis zur Süderstraße nutzt. Denn hier ist immer sehr viel los: Anwohner der umliegenden Baugebiete, Schüler und Touristen – sie alle drängen sich auf dem schmalen Radweg. Und manche fahren mit ihren E-Bikes auch recht schnell.

Gerade im Begegnungsverkehr kommt es daher immer wieder zu gefährlichen Situationen, weiß Götzke, der häufig auch mit seinen vier Kindern unterwegs ist. Ausweichen ist da nicht einfach und an manchen Stellen gar nicht möglich: Auf der einen Seite befindet sich eine hohe Hecke, auf der anderen ein Grünstreifen, der nicht immer kurz gemäht ist. Hinzu kommt die nicht mehr intakte Asphaltdecke, die etliche Löcher aufweist und am Rand an manchen Stellen abbröckelt, so dass eine regelrechte Abbruchkante entstanden ist. „Einige an den Masten angebrachte Plakate hängen zu tief. Wer da ausweicht, stößt sich den Kopf“, sagt der Westersteder. Für Götzke und seine Familie heißt es daher vielfach: Absteigen und warten, bis der entgegen kommende Radfahrer passiert hat.

Als gefährlich erachtet er auch die Ein- und Ausfahrt zur Tankstelle. Autofahrer nähmen die Radfahrer manchmal gar nicht wahr, erklärt Götzke. Hier könnte eine farbige Markierung oder Linie helfen.

„Dieser Radweg ist zu schmal und benötigt eine neue Decke“, findet der Familienvater. Da kann ihm Rudolf Tammen nur zustimmen. Der 90-Jährige ist mit seinem breiten Elektroscooter fast jeden Tag auf dem Radweg unterwegs. „Ich fahre immer zur Seite und warte, wenn jemand entgegenkommt“, erklärt der Rentner. Auch er hofft nun auf eine baldige Sanierung der Problemstrecke.

Das könnte aber noch dauern, hieß es bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau. Aktuell sei der Radweg in keinem Programm gelistet.

Allerdings weiß Klaus Schmidt, Leiter der Straßenmeisterei Westerstede, dass es sich bei diesem Radweg um ein älteres Modell handelt – mit entsprechenden Mängeln. „Er ist nur 1,80 Meter breit, heute werden sie breiter gebaut“, erklärt er. Schadhafte Stellen seien in der Vergangenheit immer wieder ausgebessert worden. Auch mit dem Anlieger sei gesprochen worden, woraufhin dieser seine Hecke zurückgeschnitten habe. Der Radweg werde zwar nicht in Kürze, voraussichtlich aber in einigen Jahren saniert, glaubt Schmidt. „Wenn genügend Platz ist, wird er dann auch breiter gebaut.“

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