Dringenburg Karsten Dettenbach zeigt auf einen riesigen Stapel schmaler, senkrecht stehender Pappkartons. „Das sind neue Betten“, sagt der neue Flüchtlingsbetreuer der Gemeinde. Gleich daneben: drei Kinderwagen. „Spenden“, sagt Dettenbach – und führt durch das Lager, in dem die Gemeinde seit gut drei Wochen all das aufbewahrt, das zur Ausstattung von Flüchtlingswohnungen dient. Es befindet sich in der Scheune beim ehemaligen „Dringenburger Krug“, in den – wie berichtet – Montag auch die ersten Flüchtlinge eingezogen sind: die Familien Mohamadi und Husseini aus Afghanistan.

Das Materiallager befand sich zuvor beim Wiefelsteder Bauhof. Vor drei Wochen wurde es in die Scheune in Dringenburg geschafft. Wann immer eine Wohnung für Flüchtlinge hergerichtet werden muss: Hier findet Karsten Dettenbach alles, um sie auszustatten: Betten, Schränke, Sitzmöbel, Tische, auch Matratzen, Bettwäsche oder Decken und Kopfkissen sind dort zu finden. Elektrogeräte, Kochtöpfe, Geschirr – „sogar Toilettenbürsten haben wir hier“, lacht Dettenbach.

Vieles, das in Dringenburg lagert, ist aus Spenden zusammengekommen, vor allem Sitzmöbel und -garnituren. „Natürlich prüfen wir bei entsprechenden Angeboten, ob die Sachen in einem vernünftigen Zustand sind“, macht Dettenbach darauf aufmerksam, dass es auch Angebote gibt, die er nicht so gern an die Flüchtlinge weitergeben würde. Und natürlich sind Kochtöpfe und ähnliches im Lager neu.

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Derzeit ist das Lager gut gefüllt, sagt der Edewechter, der in den vergangenen Tagen dabei war, die Oberwohnung im „Krug“ vorzubereiten für die Ankunft zweier weiterer Familien aus Afghanistan mit zusammen 15 Personen, die am Montag erwartet werden.

Im Saalbereich der einstigen Traditionsgaststätte wird derweil noch fleißig gearbeitet. Im Februar sollen dort ebenfalls Flüchtlinge einziehen – wobei die Gemeindeverwaltung derzeit davon ausgeht, dass dort, je nach Familienkonstellation, bis zu 30 weitere Flüchtlinge untergebracht werden könnten. Diese Zahl bestätigte auch die Leiterin des Amtes für Arbeit, Familie und Soziales, Sigrid Lemp. Damit würde die Unterbringungskapazität im „Krug“ höher ausfallen als angekündigt. Bislang hatte die Gemeinde von bis zu 46 Flüchtlingen gesprochen, die dort wohnen könnten. Nun könnten es fast 60 werden.

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