Spohle „Die Landwirtschaft wird sich ändern. Sie braucht ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft.“ Was der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisen-Waren-Genossenschaft (RWG) Ammerland-OstFriesland, Hergen Eilers, in seiner Rede nur anriss, war Schwerpunkt im Vortrag des Staatssekretärs Rainer Beckedorf aus dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Zum Thema „Zukunft von Landwirtschaft und ländlichen Räumen in Niedersachsen“ beschrieb er noch einmal die jetzige Situation, deren Form von vielen in der Öffentlichkeit kritisiert wird. „Ziel muss es sein, die Ökologie und die Ökonomie in Einklang zu bekommen. Hier sind wir auf einem guten Weg.“ Er machte aber auch deutlich, dass eine nachhaltige Landwirtschaft nur zusammen mit den Bauern erreicht werden kann. „Es sind zu viel Stickstoffe und Phosphate im Kreislauf.“ Hier müsse ein Nährstoffausgleich geschaffen werden, der effizient überwacht wird, um eine Verbesserung für Luft, Gewässer und Boden zu erreichen.

Mit seinem Vortrag war Staatssekretär Rainer Beckedorf der Hauptredner auf der Generalversammlung der RWG Ammerland-OstFriesland, die unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Willem Berlin am Montag im Spohler Krug in Spohle abgehalten wurde. „Nach unserer Fusion im letzten Jahr ist es die erste Generalversammlung, die wieder am angestammten Termin am ersten Montag im Dezember stattfindet“, so Willem Berlin.

Der Jahresabschluss für 2017 fiel im Vergleich zum Jahr 2016 nicht ganz so optimal aus: Der Gesamtumsatz lag hier bei 124,313 Millionen Euro, im Vergleich zu 2016 ein Minus von 1,2 Prozent. Die rund 300 anwesenden Mitglieder nahmen diese Nachricht jedoch nicht mit großer Sorge auf.

Die insgesamt gut 2100 Mitglieder der RWG Ammerland-OstFriesland dürfen sich auf eine Warenrückvergütung von rund 400 000 Euro freuen. „Nicht nur hier zeigt sich, dass sich die Mitgliedschaft in der Genossenschaft lohnt“, sagte nicht ganz ohne Stolz Willem Berlin. Die Zahlen für das Jahr 2018 sehen wieder viel positiver aus. Hier wird mit einem Gesamtumsatz von rund 135 Millionen Euro gerechnet. Die im letzten Jahr durchgeführte Fusion von zwei kleineren Warengenossenschaften hin zu einer großen in Verbindung mit einer Gesellschaftsübernahme hat sich hier als richtig erwiesen.

Der besondere Rahmen der Versammlung, an der als Ehrengäste unter anderem MdL Jens Nacke, der Wiefelsteder Bürgermeister Jörg Pieper, Axel Schwengels, Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems, sowie Andreas Rickmers und Bernhard Walgern von der Firma Agravis teilnahmen, wurde genutzt, um Vorstandsmitglieder zu verabschieden. So werden Torsten Meschkat, Bernd Eilers, Kai Wilken und auch Willem Berlin künftig keine Vorstandsaufgaben mehr ausführen. Auch Rolf Dreesmann scheidet aus, wurde aber in den Aufsichtsrat gewählt. Dort will er sich um den Vorsitz und als Nachfolger von Berlin bewerben.

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