Spohle „Ich freue mich besonders, die Zeugnisse an die Hauswirtschafterinnen und den einen Hauswirtschafter vergeben zu können, weil ich selbst Hauswirtschaft gelernt habe.“ Die Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast, hatte am Samstagabend im „Spohler Krug“ in Spohle sichtlich Freude daran, an der Freisprechung der elf Hauswirtschafter und 43 Landwirte teilzunehmen.

Bei ihrem Festvortrag ging sie auch auf die Situation der Landwirtschaft ein. „Es ist wichtig, die Landwirte in den Veränderungsprozessen mit einzubeziehen. Heute fragen sich viele, wie es auf ihren Höfen weitergehen soll. Wir brauchen die Landwirte, viele wissen es nur noch nicht“, plädierte sie für einen fairen Umgang mit diesem Berufsstand. Dazu beklagte sie, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in der politischen Diskussion zu wenig Beachtung finden würden.

Landrat Jörg Bensberg ging in seiner Rede auch auf „die vielfältigen Herausforderungen und großen Ansprüche“ ein, die eine Arbeit als Landwirt mit sich bringt. „Viele in der heutigen Gesellschaft wissen gar nicht mehr, was alles landwirtschaftliche Produkte sind. Das Bewusstsein in der Bevölkerung muss dafür wieder geweckt werden. Und die Produkte müssen wieder angemessen bezahlt werden.“

Dass im Ammerland erfolgreich und qualitativ hochwertig ausgebildet wird, belegte die große Anzahl an Auszeichnungen für „sehr gute Leistungen“ in der Abschlussprüfung „Landwirt“ beziehungsweise bei der Berichtsheftführung. Hannah Brankow aus Ütze erzielte mit der Note „1,11“ den besten Abschluss in Niedersachsen. David Meints aus Westerstede und Renke Weers aus Uplengen erreichten die hervorragende Note „1,20“. Mit Präsenten der Landwirtschaftskammer und des Landkreises wurden auch noch Nathalie Heinje aus Edewecht (1,39), Florian Bloy aus Bad Zwischenahn (1,41) und Heinke Büsing aus Rastede (1,48) ausgezeichnet. Für ihre sehr gute Berichtsheftführung erhielten Chantal Hemken (Westerstede), Dorothee Martens (Apen) und Paula Willems (Oldenburg) ebenfalls Preise.

Es wurden am Samstag im Rahmen der Feier, die wegen der Teilnehmerzahl von über 500 Personen zum ersten Mal im „Spohler Krug“ stattfand, nicht nur die Absolventen der beiden Ausbildungsberufe freigesprochen, sondern auch Meisterbriefe ausgehändigt. Patrick Deeken (Edewecht), Sabine Handlos (Edewecht), Marvin Helmers (Wiefelstede), Heiko Kuhlmann (Rastede), Patrick Sandstede (Apen) und Thomas Winkler (Apen) sind nun Landwirtschaftsmeister. Den Abschluss „Landwirtschaftsmeister und staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in“ erreichten Steffen Bürger (Wiefelstede), Eke Harms (Apen), Ines Theilsiefje und Heye Thye (beide Wiefelstede).

Mit 23 Jahren hat Heye Thye den Meistertitel jetzt bereits erreicht. Die Ausbildung zum Betriebswirt hat er deshalb gemacht, weil er später den Hof seiner Eltern übernehmen wird und wirtschaftliches Wissen dabei notwendig ist. „Es ist ein vielseitiges Arbeitsfeld, was fordert, aber auch Spaß macht“, freut er sich auf die anstehenden Aufgaben. Auch Heye Thye hofft dabei, dass das Bild des Landwirtes in der Öffentlichkeit künftig wieder positiv besetzt wird, wenn die Politik das Thema zukünftig sachlich behandelt.

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