WESTERSTEDE Anlass für die Aktion war der „Tag der älteren Generation“. Er stand am gestrigen Karfreitag auf dem Kalender.

von Horst Suermann WESTERSTEDE - Gestern war „Tag der älteren Generation“ – und diesen Tag hat die Ammerländer SPD-Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ erneut zum Anlass genommen, die Probleme älterer und behinderter Menschen in die Öffentlichkeit zu bringen. Das hat sie diesmal am Gründonnerstag auf dem Postplatz und mit einem Großplakat getan, auf dem Wilhelm Buschs „Lehrer Lämpel“ („Also lautet ein Beschluss – Dass der Mensch was lernen muss“) die Moral von der Geschicht’ verkündet. Und die heißt in Kurzform „Daheim statt ins Heim“ (siehe Info-Kasten).

Das Interesse der Passanten war „durchwachsen“, wie „60 plus“-Bezirksvorsitzender Dieter Sündermann aus Oldenburg, dessen Stellvertreter Uwe Oden (Elsfleth) sowie die Vorstandsmitglieder Werner Frohn (Rastede) und Karl-Theodor Hasseler (Apen) feststellten. Interessant war, dass neben „Senioren“ auch „Junioren“ zum kurzen Meinungsaustausch stehenblieben – darunter eine junge Frau, die mit Kleinkind und Kinderwagen die selben Probleme mit „Barrieren“ auf dem Weg in Geschäfte und Amtsstuben hat wie gehbehinderte Senioren. Solche „Barrieren“ fand sie u. a. auf Bahnhöfen und bei mindestens einem Geschäft in der Westersteder Innenstadt.

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Insgesamt zeigten sich die SPD-Vertreter selbst nicht unzufrieden mit der Entwicklung in den Ammerland-Kommunen.

Westerstede und die Ammerland-Gemeinden seien im Hinblick auf barrierefreie Zugänge für alte Menschen „auf dem richtigen Weg“, meinte Sündermann, der dabei sogleich auf abgeschrägte Bürgersteigkanten am Postplatz verweisen konnte. Es gebe zwar noch viele schlechte Beispiele auf dem Weg zur „altersgerechten Gesellschaft“, es sei aber „auch schon viel geschehen“.

Altersgerechte Verkehrswege sind für die SPD-Vertreter allerdings nur ein Aspekt. Genau so wichtig sei ein „Netzwerk“ für die Betreuung alter Menschen, das beispielsweise für Hilfe im Haushalt und Unterstützung bei Einkäufen. Arztbesuchen oder Ämtergängen sorgt.

Ein solches Netzwerk – so die SPD-AG „60 plus“ – hätte über mehr Lebensqualität für die Älteren noch einen weiteren großen Vorteil für die Gesellschaft insgesamt: Es würde angesichts der hohen Unterbringungskosten in Heimen die Kommunen spürbar entlasten.

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