OHRWEGE Niedersachsens Mitgliederstärkster Sozialverband will seine Beratungskompetenz ausbauen. Der Kreisverband Ammerland des Sozialverbandes (SoVD) bemühe sich derzeit um die Einrichtung eines sogenannten Pflegeservicebüros. Das hat nun der SoVD-Kreisgeschäftsführer und Leiter des Sozialberatungszentrums, Matthias Huber, mitgeteilt. „Der Landkreis möchte ein solches Büro einrichten, wir bieten uns als Träger an“, so Huber. Ein Pflegebüro soll als Anlaufstelle rund um das Thema Pflege dienen.

Erfahrungen vorhanden

Der Schriftführer des Kreisverbandes, Eduard Winter, ergänzt: „Wir waren bereits Träger einer ähnlichen Einrichtung, der Pflege- und Wohnberatung oder auch ,Case and Care‘ genannt.“ Dieses Angebot war ein vom Land finanziertes Pilotprojekt, das mittlerweile ausgelaufen ist.

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Der Vorteil, ein solches Büro einzurichten liege auf der Hand, so Huber: „Wir verfolgen keine eigenen Interessen. Wir sind ein Verband und wir betreiben keine Pflegeeinrichtung, trotzdem führen wir Verfahren – etwa um Pflegestufen durchzusetzen.“

Angedacht sei ein Modell, das sowohl mit einem festen Standort eine Art Pflegestützpunkt bilden soll, zeitgleich solle aber auch eine „aufsuchende Tätigkeit“ aufgenommen werden. Es gehe dabei um die Koordination von einzelnen Dienstleistungen. Dabei soll es nicht nur um stationäre Pflege gehen, sondern auch um Betreutes Wohnen oder Tagespflege. Auch pflegende Angehörige sollen angesprochen werden, denn: „Auch Pflegende brauchen mal eine Auszeit und könnten sich so Unterstützung holen“, sagt Huber.

Auf der jüngsten Kreisverbandstagung hatte der Verband Ammerland seinen Vorsitzenden wiedergewählt. Für weitere vier Jahre werden tätig sein Adolf Bauer als Vorsitzender, Wolfgang Mickelat als Stellvertreter, Dieter Albers als Schatzmeister und Eduard Willms als Schriftführer. Ausgezeichnet für 35-jährige aktive Zugehörigkeit zum SoVD-Kreisverband wurde Adolf Bohemann aus Bad Zwischenahn – er war als Schatzmeister im Kreisvorstand und zuletzt als Kreisrevisor tätig.

Vorsitzender Adolf Bauer freute sich in seinem Vorstandsbericht darüber, dass die Zahl der Mitglieder im SoVD auf Kreisebene kontinuierlich steigt. Derzeit seien 4889 Menschen dem Verband angeschlossen – Niedersachsen weit sind es rund 255 000. Als Ursache für diese positive Entwicklung bezeichnete Bauer einerseits die fundierte Beratung und Vertretung der Mitglieder und andererseits „trägt aber auch die zunehmende soziale Härte und der unübersehbar um sich greifende Sozialabbau in unserem Lande“ dazu bei.

„Es herrscht raues Klima“

Seine Ausführungen endeten mit klaren Worten: „Das sozialpolitische Klima ist in den vergangenen vier Jahren noch rauer geworden. Der verstärkte Einsatz aller Kräfte wird notwendig sein, damit unsere Mitglieder die ihnen zustehenden Rechte wahrnehmen können.“

Abschließend wurden auf der Tagung in Ohrwege fünf Revisoren gewählt: Bärbel Makulla, Wolfgang Czerwinski, Helga Ritter, Helmut Ohlert, Monika Deetjen. Als Sprecher der Revisoren ist Helmut Ohlert gewählt worden.

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