EKERN Für Bürgermeister Arno Schilling ist der Solarpark Ekern ein Projekt mit vielen Gewinnern: Die Gemeinde konnte eine Gewerbefläche vermarkten, erhält Pacht und Gewerbesteuer, eine wertvolle Feuchtwiese bleibt weitgehend erhalten, der Betreiber, die PV Ekern GmbH, erhofft sich Ertrag, und die Umwelt soll durch den Bau einer Anlage zur Gewinnung regenerativer Energie auch profitieren. Am Montag starteten Schilling und der Geschäftsführer der Investor- und Betreibergesellschaft, Guido Hedemann, symbolisch die Bauarbeiten.

Dass diese in der Realität bereits weiter fortgeschritten sind, ist nicht zuletzt der Bundesregierung geschuldet. Um keine weitere Reduzierung der Einspeisevergütung – über die der Vermittlungsausschuss berät – zu riskieren, muss die Anlage bis zum 30. Juni „ortsfest installiert und bis zu den Wechselrichtern angeschlossen sein. Und das werden wir auch schaffen“, ist Hedemann sich sicher. In den ersten Juliwochen folgt dann noch der Bau von zwei Trafostationen und die Anbindung ans Netz. Die endgültige Übergabe ist für Anfang August geplant. Mitte kommender Woche sollen zunächst die Rammarbeiten abgeschlossen sein. Parallel dazu verlaufen Montage der Querriegel, Kabel- und Blitzschutzarbeiten. In rund zwei Wochen soll mit der Montage der Module begonnen werden. Rund 8700 Stück sollen später einmal bis zu 2,1 Megawatt Strom produzieren, eine Menge, die für gut 430 Haushalte reicht. Zur Pflanzzeit im Herbst folgt dann die Eingrünung des Solarparks mit einer Weißdornhecke.

Dass bei dem symbolischen „Spatenstich“ der Himmel bedeckt war und einige Tropfen fielen, macht Hedemann nicht nervös. Er geht fest davon aus, dass die rund sechs Hektar Anlage den errechneten Ertrag von 1,9 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erreicht. Die „Vento Ludens“, Gesellschafter der PV Ekern GmbH mit Sitz im württembergischen Jettingen-Scheppach, betreibt bundesweit Windparks und Photovoltaikanlagen. In Niedersachsen ist es für das Unternehmen allerdings das erste Projekt. Hedemann, selbst in Edewecht wohnend, sieht darin die Basis für eine weitere gute Zusammenarbeit. Für ihn ist die Direktversorgung von Gewerbebetrieben und kleineren Gewerbegebieten ein wachsender Markt außerhalb des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das die Einspeisevergütung regelt. Während „Vento Ludens“ 52 Prozent an der Anlage halten werde, stehe man in Gesprächen mit Genossenschaften aus der Region, über die Bürger sich an dem Solarpark beteiligen können.

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Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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