Metjendorf Für Carlo Rathmann, den Geschäftsleiter von Selgros Wiefelstede/Metjendorf, war am Mittwoch „ein ganz besonderer Tag“: Mit vielen Gästen aus Wirtschaft und Politik sowie mit Kunden und Lieferanten wurde am Schwarzen Weg in Metjendorf an der Grenze zur Stadt Oldenburg die Eröffnung des komplett neu erbauten Selgros-Großhandelsmarktes gefeiert.

Rathmann begrüßte dabei besonders Wiefelstedes Bürgermeister Jörg Pieper, Ras­tedes Bürgermeister Dieter von Essen, den Oldenburger SPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Krogmann und Helmut Gloth. Der Oldenburger übernahm 1958 die Adolf Meins KG in Oldenburg und siedelte 1965 mit dem Unternehmen nach Metjendorf um – auf eben jenes Gelände, auf dem nun die Eröffnung des neu gebauten Großhandelsmarktes gefeiert wurde (siehe Infokasten). Rathmann dankte der Gemeinde Wiefelstede und dem Landkreis Ammerland für die schnelle Genehmigung aller Anträge.

Die Adolf Meins KG legte 1965 mit der Umsiedelung von Oldenburg nach Metjendorf den Grundstein für die Entwicklung am heutigen Standort. Sie existierte bis 1979, bevor sie übernommen und neu benannt wurde. Die Firma wurde 1908 von Adolf Meins gegründet. Der Firmenchef verunglückte 1943 tödlich, bis 1945 führte Ehefrau Elisabeth Meins das Unternehmen. 1946 übernahm der aus Ostpreußen stammende Kaufmann Fritz Gloth die Firma, die er als persönlich haftender Gesellschafter in eine Kommanditgesellschaft umwandelte. Die Geschäftsräume der Großhandlung „Lebensmittel aller Art und Kolonialwaren“ befanden sich in Oldenburg in der Rosenstraße, später in der Donnerschweer Straße. 1956 erwarb die Firma ein Grundstück in der Kreyen­straße, wo ein modernes Großhandelslager entstand. 1958 trat Sohn Helmut Gloth als Komplementär in die Firma ein, die sich aus betriebswirtschaftlichen Gründen 1965 in Metjendorf auf einem 45 000 Quadratmeter großen Grundstück ansiedelte. Am 1. Januar 1979 übernahm die deutsche sb-Kauf die Firma, die unter „Agros“ weiterlief. 1989 wurde die Firma der OHG Fegro/Selgros angegliedert und firmierte als Fegro-Großhandelsmarkt unter dem Dach der Transgourmet, Schweiz. Im Mai 2014 wurde der Metjendorfer Markt schließlich erneut umbenannt und mit neuem Logo versehen – in Selgros Cash & Carry.

Auf gut 11 000 Quadratmetern bietet Selgros Cash & Carry – wie berichtet – Kunden aus der Gastronomie, Hotellerie und dem Handel wie Kioske, Bäckereien und Metzgereien ein auf deren Bedarf abgestimmtes Sortiment an – mehr als 50 000 Artikel aus dem Food- und Non-Food-Bereich. Das kommt auch allen anderen Gewerbetreibenden, Freiberuflern und selbstständigen zugute.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Uwe Rösler, Vertriebschef Deutschland der Selgros Cash & Carry, machte am Mittwoch deutlich, dass es dem Unternehmen wichtig war, am vorhandenen Standort in Metjendorf festzuhalten, der „exzellent angebunden“ sei. Seit beinahe 50 Jahren befinde sich das Unternehmen bereits in Metjendorf, wo nun einer der modernsten Märkte der Selgros Cash & Carry in Deutschland entstanden sei – ausgestattet mit umwelt- und ressourcenschonender Technik.

Wiefelstedes Bürgermeister Jörg Pieper zeigte sich denn auch beeindruckt, „was sie hier geschaffen haben.“ Der Markt sei in nur acht Monaten realisiert worden – und Pieper dankte dem Unternehmen, „dass sie sich für den Erhalt des Standortes entschieden haben“: „Damit sind hier auch mehr als 100 Arbeitsplätze gesichert.“ Pieper: „Sie brechen mit neuem Outfit auf zu neuen Ufern: Sie sind fit fürs Kommende.“

„Drei Gründe, als Oldenburger hier zu sein“, nannte der SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Krogmann, der auch Stadtratsmitglied und Kandidat für das Amt des Oldenburger Oberbürgermeisters ist: „Sie sind für viele Oldenburger Unternehmen ein wichtiger Partner; bei ihnen sind auch Oldenburger beschäftigt; und vor allem: es ist selbstverständlich, dass sich der Nachbar bei einem solchen Anlass blicken lässt.“

Bei einem Rundgang präsentierte das Unternehmen den Gästen die neuen Räumlichkeiten mit neuer Frischfischtheke, zwei Klimazonen für Obst und Gemüse und der Metzgerei, in der Fleisch auch nach Wünschen des Kunden zugeschnitten wird. Mit einem bunten Rahmenprogramm wird die Neueröffnung von diesem Donnerstag an bis Sonnabend, 6. September, gefeiert.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.