Rastede Der Helm sitzt, die Ohrenschützer auch. Günter Zarth greift sich die kleine Motorsäge und fährt in einem Steiger hinauf ins Geäst einer Linde. Kurz darauf fallen die ersten Äste auf den Boden. Zarth ist Mitglied im Verein „Freundeskreis Schlosspark“. Mit weiteren ehrenamtlichen Helfern will er an diesem Dienstagmorgen „alte Strukturen wieder sichtbar machen“.

„Wenn man beim Schloss aus dem Wald kommt, öffnet sich das Gelände und man hat einen wunderbaren Blick auf die St.-Ulrichs-Kirche“, erläutert Hans-Wilhelm Kaper. Zuletzt schränkten allerdings herunterhängende Äste diese Sicht ein. „Insbesondere das Eingangsportal der Kirche kann, von den Torhäusern kommend, nicht mehr oder nur teilweise wahrgenommen werden“, sagt der Vorsitzende des Freundeskreises.

Tatkräftige Hilfe

Aus diesem Grund ist Günter Zarth, der Mann mit der Motorsäge, hoch über den Köpfen der anderen Helfer im Einsatz. Die Maschinen stellte die Baumschule Bruns zur Verfügung, um die Abfuhr der Äste kümmern sich später die Mitglieder des Freundeskreises. Neben Kaper und Zarth packen Erwin Küpker, Dieter Menke und Hans-Hermann Westerholt tatkräftig mit an. Auch die Rhododendren an der Grenze zum Friedhof schneiden die Männer an diesem Morgen zurück. „Wir kommen schneller voran als gedacht“, freut sich Kaper.

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Die Sichtachse zur Kirche ist eine der historischen Sichtachsen, die einst bewusst angelegt worden waren, als der Rasteder Schlosspark im Stil eines englischen Landschaftsgartens entstand. Bevor die Mitglieder des Freundeskreises den Bäumen zu Leibe rücken durften, musste deshalb auch das Einverständnis der Denkmalschutzbehörde, der Gemeinde Rastede und des Hauses Oldenburg eingeholt werden. „Alle Beteiligten haben der Maßnahme zugestimmt“, sagt Kaper.

Kleine Graft aufwerten

Das nächste Vorhaben will der Freundeskreis Ende Januar umsetzen. Dann soll eine kleine Graft etwa 400 Meter hinter dem Hirschtor vom Wildwuchs befreit werden. Seit Jahrzehnten ist dort nichts mehr getan worden. „Das Projekt hat den Arbeitstitel ,Teichlandschaft‘“, berichtet der Vorsitzende.

Nach Plänen eines Gutachtens soll jüngerer Wildwuchs entfernt werden. Dann will der Freundeskreis die Wasserflächen reinigen lassen. Auch Ergänzungspflanzungen seien im Zuge des Vorhabens angedacht. „Dadurch wird der südliche Bereich des Parks erheblich aufgewertet“, unterstreicht Kaper.


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Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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