Rostrup Schnaps wäre vom Regen sowieso verwässert worden: Da ärgerte sich wohl kein Handwerker, dass in den Gläsern, mit denen sie am Freitag beim Richtfest für das neue Awo-Seniorenheim in Rostrup mit Geschäftsführer Thomas Elsner den Gästen zuprosteten, nur Wasser war.

Im Mai war der Grundstein für den Bau gelegt worden, erinnerte der Vorsitzende des Awo Bezirksverbandes, Harald Groth, der Vertreter der Bewohner und zahlreiche Gäste aus dem Verband, der Politik und Verwaltungen zum Richtfest begrüßte.

Ausführlich erläuterte Groth die Daten des Gebäudes. Auf 4700 Quadratmetern Nettogrundfläche sollen zehn Doppel- und 80 Einzelzimmer entstehen – Platz für 100 Bewohner, vier mehr als im noch bestehenden Gebäude.

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Das neue Gebäude bringe neben umfassender Barrierefreiheit auch deutlich mehr Komfort für Bewohner und Mitarbeiter – die Wohnungen werden allerdings auch teurer. Während der sogenannte Investitionskostensatz derzeit über alle Zimmer und für alle Bewohner bei rund 11,50 Euro pro Tag liege, sind die Preise künftig gestaffelt.

Der Sozialhilfesatz für Seniorinnen und Senioren, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, solle nach derzeitigen Schätzungen zwischen 12 und 14 Euro pro Tag liegen, Selbstzahler werden voraussichtlich 18,50 im Doppel- und 21,50 Euro im Einzelzimmer zahlen. Die Awo bietet außerdem acht größere Komfortzimmer an, für die ein weiterer Aufschlag berechnet wird. Genau kalkuliert werden könne das aber erst, wenn das Gebäude fertig sei, so Groth

Bei der Barrierefreiheit gehe die Awo sowohl auf motorische Behinderungen als auch auf Sehbehinderte, Hörgeschädigte oder demente Bewohner umfangreich ein, betonte der Awo-Vorsitzende.

Das Altenwohnheim ist zudem nur der erste Schritt. Als nächstes sollen im derzeit noch genutzten Gebäude 25 bezahlbare Altenwohnungen entstehen, zudem ist eine Tagespflege geplant und im letzten Bauabschnitt 24 Wohnungen für betreutes Wohnen. Bis 2020, zum 50. Geburtstag des Standortes, werde die Awo insgesamt 17 Millionen Euro in Rostrup investieren.

Besonders das Angebot der Tagespflege werde in Bad Zwischenahn dringend benötigt, betonte der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde, Frank Martin, in seinem Grußwort. Die Awo fülle hier eine Lücke.

Martin lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Awo, die sich in Gesprächen mit der Gemeinde über die Gestaltung des Gebäudes immer kooperativ gezeigt habe. Und wie Martin für die Gemeinde versprach auch Kreisrat und Sozialdezernent Ingo Rabe vom Landkreis Ammerland, dass ein großer Wunsch der Awo – eine Tempo-30-Zone vor dem Gelände an der Elmendorfer Straße – vom Landkreis unterstützt werde.

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Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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