Rostrup Noch braucht es ein wenig Fantasie, wenn man im Lichtblütengarten das erkennen will, was er in einigen Jahren werden soll. Für Christian Wandscher, Geschäftsführer im Park der Gärten, hat dieser neue Mustergarten aber schon jetzt eine ganz besondere Bedeutung. Denn schließlich ist es schon immer das ausgesprochene Ziel des Parks, einst überall als „Mainau des Nordens“ bezeichnet zu werden.

In einem Punkt hat der Park die Blumeninsel im Bodensee schon jetzt übertroffen. „Dort gibt es ein Beet der Zeitschrift ,Mein schöner Garten’, hier einen ganzen Garten“, sagt Wandscher stolz.

Die Fachzeitschrift hat die Entstehung des Lichtblütengartens von Beginn an begleitet und wird auch seine Entwicklung im Heft verfolgen, ein Schriftzug am Eingang zeigt die Verbindung.

Verantwortlich für die Gestaltung ist aber die Oldenburger Gartenarchitektin Karin Schleicher. „Zeitlos schön“ solle der Garten sein und „keiner Mode folgen“, sagte sie am Mittwoch. Der Name Lichtblütengarten kommt von mehreren Elementen – zum einen von mehreren Zierapfelbäumen, die im Frühjahr das Licht zwischen hunderten Blüten und Blättern hindurchschimmern lassen, zum anderen von wolkenförmigen Stahlplatten, die oben auf einer Pergola angebracht sind. Wie durch einen Blätterwald soll hier das Licht durch kleine Löcher in den Wolken fallen und sich auf dem Boden spiegeln.

Bis der Garten seine ganze Schönheit entfaltet hat, werden noch einige Jahre vergehen. „Dann haben die Bäume ihre Kronen entwickelt“, sagt Schleicher. Und dann wird auch die Hecke am Wegesrand hoch und dicht genug sein, um nur einen kleinen Blick von außen in den Garten zuzulassen und neugierig zu machen. Wer dann mehr entdecken will, muss durch das große, japanisch anmutende Tor gehen.

Noch sind die vielen Sitzgelegenheiten von außen gut zu sehen. Holzplatten auf unterschiedlich hohen Mauern laden zur Rast ebenso ein wie die Umrandung des Wasserbeckens im Zentrum des Gartens. Andreas Bollingfehr und Eggo Borchers von Borchers Garten- und Landschaftsbau aus Surwold haben die Pläne mit Pflanzen des Zwischenahner Unternehmens Bruns Pflanzen umgesetzt. Handgestrichene Bockhorner Klinker, Holz und andere ruhige, zeitlose Materialien sollen das Schattenspiel später in den Mittelpunkt rücken. Als Ergänzung zu viel Grün und blühenden Gräsern, auf denen sich Bienen und Schmetterlinge tummeln, hat Christina Lüttmann von Bruns Pflanzen eine Hecke und eine Buche mit rotem Laub ausgewählt. „Das wird sich im Herbst gut mit dem Rot der Zieräpfel verbinden“, sagt sie.

Anders als die meisten Mustergärten im Park soll der Lichtblütengarten nicht ausdrücklich als Anregung für die Gestaltung von Privatgärten dienen. Er ist bewusst als ergänzender Aufenthaltsraum für den Park gedacht, in dem unter anderem auch Platz für Fachvorträge ist – und natürlich für gemütliche Ruhepausen für die Park-Besucher.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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