Bad Zwischenahn Eine große und luxuriöse Zweitwohnung in der Gemeinde Bad Zwischenahn zu haben, wird in Zukunft teurer. Kleine und einfache Zweitwohnungen werden dagegen erheblich günstiger. Der Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Tourismus sprach sich in seiner jüngsten Sitzung für eine Umstellung des Steuermaßstabes aus.

Bisher gab es für die Zweitwohnungssteuer in der Gemeinde feste Staffelungen: Abhängig von der Größe der Wohnung wurden jährlich 350, 430, 520 oder 600 Euro Euro fällig. Diese Regelung sei gerichtlich aber für unzulässig erklärt worden, erklärte Kämmerer Martin Wichelmann den Ausschussmitgliedern.

Die einzige noch zulässige Berechnungsgrundlage für die Zweitwohnungssteuer basiere auf dem Einheitswert, den auch die Finanzämter für die Grundsteuer verwenden.

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Die Verwaltung hat die Sätze so berechnet, dass für die Gemeindekasse aus der Zweitwohnungssteuer künftig ungefähr der gleiche Betrag zustande kommt, den sie auch jetzt erhält – rund 180 000 Euro. Für die Steuerzahler ändert sich aber unter Umständen eine ganze Menge.

Wer bisher „nur“ 600 Euro im Jahr gezahlt hat, muss künftig unter Umständen mit wesentlich höheren Steuern rechnen. Im Einzelfall werden hier mehr als 2000 Euro fällig, erläuterte Wichelmann auf Nachfrage der NWZ . Das gelte allerdings nur für besonders hochwertige Objekte. Wesentlich günstiger werde es dagegen für die Besitzer besonders einfacher Zweitwohnungen. Hier habe es zwar auch in der Vergangenheit Fälle gegeben, in den die Gemeinde weniger als den Mindestsatz von 350 Euro berechnet habe – jetzt könnte die Steuer unter Umständen aber bis auf 100 Euro jährlich sinken.

Für die Gemeinde bedeutet die Umstellung vor allem Aufwand. Wo früher ein schneller Blick in eine Tabelle reichte, muss jetzt der Satz für jeden Bürger einzeln berechnet werden.

Für alle billiger – wenn auch nur minimal – wird die Straßenreinigung. Auch dafür sprach sich der Ausschuss aus. Die Gemeinde hat diese Aufgabe neu ausgeschrieben, ein günstigeres Ergebnis erzielt und gibt die Einsparung jetzt an die Bürger weiter.

Der Satz für die wöchentliche Reinigung – etwa an Durchgangsstraßen – sinkt von 1,49 Euro auf 1,46 pro Frontmeter und Jahr. An Straßen, die nur alle 14 Tage gereinigt werden, sinkt der Betrag von 87 auf 76 Cent. Bei einem Grundstück mit einer Frontlänge von 25 Metern würde das pro Jahr allerdings nur 2,75 Euro mehr in den Geldbeutel bringen: Statt 21,75 Euro zahlen die Besitzer solcher Grundstücke künftig nur noch 19 Euro.

Beide Änderungen, die der Ausschuss empfohlen hat, müssen noch vom Gemeinderat bestätigt werden.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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