Rastede Hornissenkästen haben die „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord im Zuge der BINGO-Naturschutzwoche gebaut. Die Jugendlichen hatten sich überlegt, noch mehr für den Insektenschutz zu tun, berichtet Hegeringleiter Lutz Wemken. Anders als bei früheren Aktionen standen mit Hornissen Insekten im Fokus, mit denen sich die Jugendlichen sonst noch nicht beschäftigt hatten.

Anders als bei der Honigbiene sei der ökologische Nutzen der Tiere für den Menschen nicht so bekannt. „Hornissen und andere Wespenarten tragen als Insektenjäger zur Ausgewogenheit des Naturhaushalts bei“, erläutert Wemken. Ein Hornissenvolk jage bis zu 500 Gramm kleinere Insekten jeden Tag, darunter auch Schädlinge, die sie zur Aufzucht ihrer Brut benötigen. Hornissen seien aber mittlerweile durch Bekämpfungsmaßnahmen und den Mangel an Lebensraum gefährdet.

Eigentlich friedliche Tiere

Vor Hornissen, so Wemken, hätten viele Menschen noch größere Angst als vor Wespen oder Bienen. Dabei seien Hornissen eigentlich sehr friedliche Tiere. Sie reagierten nur aggressiv, wenn sie ihr Nest bedroht sehen oder man wild nach ihnen schlägt.

Aufgrund des zunehmenden Mangels an geeigneten natürlichen Nisthöhlen in alten Bäumen suchten Hornissen gerne Vogelnistkästen, Rollladenkästen, alte Scheunen, Dachböden, Schuppen, Hochsitze oder leerstehende Bienenstöcke für den Nestbau auf, zählt Wemken auf. Einige dieser Nistorte, wie beispielsweise Vogelnistkästen, seien für eine optimale Entwicklung des Volkes jedoch ungeeignet. Andere – zum Beispiel Rollladenkästen – führten unter Umständen zu Interessenskonflikten zwischen dem Menschen und seinen „Untermietern“.

Die Idee der „Falkenaugen“ sei es nun gewesen, durch spezielle Nistkästen, siedlungsferne Naturzonen für die Hornissen attraktiver oder überhaupt bewohnbar zu machen. Dazu wurden sechs Behausungen nach Bauanleitungen aus dem Internet aus unbehandeltem Holz gefertigt. Um die Einfluglöcher der Hornissen vor dem Specht zu schützen, wurde ein so genannter Spechtschutz aus Metall angebracht.

Umweltstiftung hilft

Die Gruppe tauschte einen alten Vogelkasten, in dem vor zwei Jahren schon ein Hornissenvolk sein Nest hatte, durch ein neues Modell aus. Die alten Warben wurden auf die neuen Kästen verteilt, denn es gibt Hinweise, dass Hornissenköniginnen von vorjährigen Hornissennestbestandteilen angezogen werden.

„Die Aktion hat der Gruppe wieder sehr viel Spaß gemacht. Schön ist auch zu sehen, wie die Kids sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen. Bedanken möchten wir uns bei der BINGO-Umweltstiftung, die die Materialkosten übernimmt“, sagte Wemken.

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