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Rastede Bürgerbus, Herbstmarkt, Rastedes 950-Jahr-Feier und die Liste ließe sich beliebig fortsetzen: Es gibt wohl kaum etwas in der Gemeinde, das nicht in irgendeiner Form vom Beirat Kommunalmarketing begleitet oder sogar angeschoben wurde. Nach 16 Jahren steht das Gremium in der bisher bekannten Form jetzt aber vor dem Aus.

Der Beirat ist heute an die 2005 gegründete Residenzort Rastede GmbH gekoppelt. Deren Geschäftsführer Robert Lohkamp entwickelt ein neues Konzept für den Beirat, von dem er am 28. November die Gesellschafter der GmbH überzeugen will. Die Gesellschafterversammlung ist personengleich mit dem Verwaltungsausschuss des Rasteder Gemeinderates.

Wie der neue Beirat künftig aussehen soll, ist bislang noch nicht offiziell kommuniziert worden. Dem Vernehmen nach ist aber ein deutlich verkleinerter Beirat im Gespräch. Damit würde sich das Gremium jedoch von seiner ursprünglichen Bestimmung verabschieden.

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Der Rasteder Uwe Harms als Kopf und Herz des Beirates sagt, dass es das vorrangige Ziel des aus ehrenamtlichen Bürgern zusammengesetzten Gremiums war, „etwas Gutes für die Menschen im Ort zu tun.“ Der Beirat koordinierte die Kommunikation und Zusammenarbeit von den an der Gemeindeentwicklung beteiligten Akteuren vor Ort.

Rund 30 Personen gehörten dem Beirat anfangs an, sagt Harms, der das Gremium 2001 initiierte und bis zuletzt sein Sprecher war. Die Mitglieder kamen aus Institutionen und Verbänden, dem Einzelhandel, aus Unternehmen, der Gastronomie und Hotellerie, den Kirchen, Jugend- und Seniorenverbänden, den Vereinen, Initiativen sowie aus Rat und Verwaltung.

Arbeit ruht schon lange

Zum letzten Mal traf sich die Gruppe am 3. März 2016. Danach wurden keine weiteren Sitzungen mehr einberufen. „Wir haben immer darauf gewartet, dass über ein neues Konzept entschieden wird“, sagt Harms. Diesen Auftrag hatte Lohkamp als Geschäftsführer der Residenzort Rastede GmbH schon damals, setzte ihn aber bislang nicht um.

„Auch die Arbeit in den Foren ruhte, dem Herzstück des Beirates“, sagt Harms. Die Foren Tourismus und Kultur, Wirtschaft und Verkehr, Jugend sowie Sport und Außenbereiche waren in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens in der Gemeinde Rastede aktiv.

Das Forum Außenbereiche gilt als leuchtendes Beispiel und brachte sich etwa beim Rasteder Herbstmarkt ein, zum Beispiel mit dem Wettbewerb zur Wahl der schönsten Erntekrone. Diesen gibt es inzwischen aber nicht mehr. Unstimmigkeiten mit der Residenzort Rastede GmbH sollen der Grund sein.

Nicht ohne Beirat

Die Zusammensetzung des Beirates ist in der Vergangenheit seine Stärke gewesen. Das betont auch Bürgermeister Dieter von Essen. Beim letzten Treffen in der alten Besetzung vor einigen Wochen stellte er fest, dass es sinnvoll war, „einen Beirat zu bilden, der unterschiedlichste Informationen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppierungen in das Gesamtkonzept einfließen lässt.“

Für von Essen ist es klar, dass es auch künftig einen Beirat geben muss. Der Bürgermeister sagte bei dem Treffen, zu dem die Presse nicht eingeladen worden war: „Die Residenzort Rastede GmbH kann sich nicht allein auf ihre Kompetenz verlassen, sondern muss die Kompetenz der einzelnen gesellschaftlichen Gruppierungen, die sich günstigerweise im Beirat wiederfinden sollten, mit aufgreifen.“

Ob dies auf einen neuen, stark reduzierten Beirat zutrifft, erscheint fraglich. In einem Fazit zur Arbeit des Beirates in der bisherigen Zusammensetzung sagt Harms: „Nicht Einzelinteressen, sondern das Gemeinwohl stand immer bei der Initiierung und Umsetzung von Projekten und Marketingaktivitäten im Beirat mit seinen unterschiedlichen Foren im zentralen Mittelpunkt.“

Das neue Konzept soll nun also am 28. November in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt werden. Ob sich die Gesellschafter, die zum Teil ebenfalls Mitglieder des alten Beirates waren, aber von der Idee eines stark reduzierten Gremiums überzeugen lassen, bleibt abzuwarten.

So lässt denn auch Harms als Gründer und Sprecher des bisherigen Beirates offen, ob er in einem neuen Beirat wieder als Sprecher zur Verfügung stehen wird. Er wolle zunächst die Konzeption abwarten, sagt er.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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