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Rastede Der Jäger-Nachwuchs stand am Wochenende beim Hegering Rastede Nord im Mittelpunkt: Um eine Blühfläche anzulegen hatte sich die Jugendgruppe die „Falkenaugen“ getroffen. Jugendgruppenleiter Bernhard Helms hatte eine gut 1000 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung gestellt. Damit die Fläche für eine Aussaat optimal vorbereitet war, fräste er sie einen Tag zuvor mit einem Traktor. Gesät wurde die einjährige Blühstreifenmischung für alle Blühstreifen und Rapsfruchtfolgen von der Firma Agravis.

Bevor nun mit der eigentlichen Aussaat begonnen werden konnte, schauten sich die „Falkenaugen“ noch einmal das zur Verfügung stehende Saatgut genau an. Aufgrund der im April angelegten Keimprobe war es jedem Jugendlichen möglich, die verschiedenen Saatkörner zu bestimmen. Da die Fläche relativ klein war, entschied man sich für eine Aussaat per Hand. Die offen liegenden Samen wurden dann von den „Falkenaugen“ mit Holzharken eingeharkt, damit Vögel das ausgebrachte Saatgut nicht schon im Vorfeld fressen.

„Durch diesen späten Aussaattermin kann das Wild in der eigentlichen Setz- und Brutzeit zwar nicht durch Deckung unterstützt werden, aber das Saatgut läuft bei warmen Temperaturen gut auf“, sagt der Rasteder Hegeringleiter Lutz Wemken. Es entwickeln sich deutlich schneller mehr Keimlinge, die in der Regel vom Wachstum des Unkrautes nicht überholt werden. Diese Blühfläche wird in Zukunft vielen Bestäubern und Insekten ein vielfältiges Blütenangebot bieten. Darunter befinden sich auch viele landwirtschaftliche Nützlinge, die einen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Auch für andere Tiere stellen sie wichtige Nahrungs- und Rückzugsbiotope da. Blühstreifen funktionieren auch als „Straßen“ für viele Kleintiere, indem sie unterschiedliche Lebensräume verbinden. Von dort ausgehend können nach der Ernte die angrenzenden Ackerflächen wieder besiedelt werden.

Um Deckungsstreifen für das Niederwild bis Mitte Mai zu bekommen, wird im Herbst ein Streifen mit Winterweizen, Rübsen und Raps eingesät. „Wir wollen die Fläche langsam auf eine Art Drei-Felderwirtschaft umstellen, um so eine Deckung im Frühjahr und Blühstreifen im Sommer zu gewährleisten“, sagt Wemken. Die Drei-Felderwirtschaft soll sich in Zukunft aus einem Streifen mit Blühflächen, einem Streifen mit Deckungsflächen und einem Streifen mit mehrjährigem Saatgut zusammensetzen.

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