Westerstede Das Gackern und Krähen weist den Besuchern am Wochenende den Weg zu einer der größten Geflügelausstellungen: Bei der Ammerland-Schau, die der Rasse- und Geflügelzuchtverein Westerstede anlässlich seines 125jährigen Bestehens ausrichtet, werden annähernd 500 Tiere gezeigt. Und da sich auch befreundete Züchter beteiligen, sei die Vielfalt besonders groß, betont Erster Vorsitzender Dieter Rosendahl. Von Anfang an sei es dem Verein um die Zucht von Rassegeflügel gegangen und nicht um die von Nutztieren. Später sei noch die Gruppe der Ziergeflügel hinzugekommen. „Der Verein ist stetig gewachsen und hat heute rund 75 Mitglieder“, erklärt Rosendahl.

Die Halle 18 auf dem Deula-Gelände an der Max-Eyth-Straße wird sich am Wochenende in ein großes Gehege verwandeln. Ausgestellt werden Gänse, Enten, Hühner, Zwerghühner und Tauben. In einem naturnah dekorierten Bereich wird zudem Park- und Ziergeflügel zu sehen sein. Eine Tombola und eine Cafeteria runden das Angebot ab. Sonnabend und Sonntag ist die Schau jeweils von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet. Die Organisatoren erwarten rund 1000 Besucher.

Bereits am Donnerstag machten sich sechs Preisrichter ein Bild von der züchterischen Qualität der Tiere. Bepackt mit dicken Büchern zum Nachschlagen und mit dem erlernten Wissen aus der dreijährigen Grundausbildung begutachteten sie jedes einzelne Tier, immer auf der Suche nach dem Idealmaß. Geprüft wurden Farbe, Form, Ober- und Unterlinie, Flügellage, Augenfarbe und Kopfpunkte sowie weitere Details, die je nach Rasse sehr unterschiedlich ausfallen können.

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„Das hier ist ein Zwerg-Seidenhahn“, sagt Preisrichter Gerhard Sprenkel und greift nach einem besonders schönen Exemplar in Weiß. Während er die verschiedenen Punkte aufzählt, gerät er regelrecht ins Schwärmen. „Hier stimmt alles, ein maulbeerfarbener Kopf und die typische Kammfalte – das wäre sonst ein grober Fehler. Auch der Schopf ist nicht zu lang, der Hahn muss Sichtfreiheit haben.“ Nun legt er diesen auf den Rücken, begutachtet die fünf Zehen. „Sie sind deutlich getrennt, so muss es sein.“ Dann spreizt er dessen Flügel. „Er hat ein reines silberweißes Gefieder und ist sehr gepflegt. Die werden alle gewaschen, bevor sie ausgestellt werden. Das ist wie bei einem Model, das auf den Laufsteg geht, das macht sich auch zurecht“, erklärt Sprenkel lachend.

Doch in diesem Fall stimmen auch die züchterischen Aspekte: „Ein rundum rassiger Hahn“, lautet seine abschließende Bilanz, so dass hier die Bestnote „vorzüglich“ mit 97 Punkten vergeben werden konnte.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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