Ofen /Oldenburg „Sie bringen die Welt zum Blühen“ – in mehrerer Hinsicht beschreibt dieser Satz von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die Verdienste der Wissenschaftlerin und Unternehmerin Elke Haase. Ihre Firma Piccoplant, ein 1989 aus der Universität heraus entwickeltes Unternehmen zur Vermehrung von Pflanzensetzlingen, trägt durch seine internationalen Geschäftsverbindungen den Ruf Oldenburgs in die ganze Welt. Als Frau setzt die Gründerin zudem ein positives Zeichen, wie Universität-Präsident Prof. Dr. Hans Michael Pieper betonte. Denn Frauen seien in der Gründerszene leider nach wie vor unterrepräsentiert.

Pflanzen in Reagenzgläsern zu züchten – das ist vereinfacht gesagt die Keimzelle von Piccoplant. Mit entsprechend gezüchteten Fliedern wurde Piccoplant groß und erfolgreich. Die Vorteile, robusteres, ertragreicheres Wachstum, hat Piccoplant inzwischen auf viele weitere Pflanzen übertragen. Ein neueres Forschungsfeld beschäftigt sich unter anderem damit, Antibiotika in Rhododendren zu identifizieren, wie Laudator Prof. Pieper erwähnte.

Elke Haase, Jahrgang 1955, bezeichnet sich selbst als Ur-Oldenburgerin. Als Tochter eines Polizisten geboren, schloss sich einer glücklichen Kindheit im Stadtteil Haarentor und dem Abitur an der Liebfrauenschule ein Studium der Biologie an der Universität Oldenburg an.

Zur Unternehmensgründung stellte die Stadt eine damals landwirtschaftlich genutzte Fläche am Brokhauser Weg, direkt an der Kreisgrenze zum Ammerland und zu Ofen zur Verfügung. Heute arbeiten zwischen 45 und 50 Mitarbeiter auf dem 15 Hektar großen Areal.

Die großen Pflanzenbetriebe im Ammerland mit der passenden Infrastruktur, zum Beispiel für die Ausbildung, sowie die Gartenstadt Oldenburg seien eine ideale Umgebung für Piccoplant. Die von der Stadt geplante Straße vom Fliegerhorst nach Wechloy bringe Piccoplant eine deutlich bessere Anbindung, freut sich Elke Haase. „Und die kann man auch ökologisch gestalten.“ Mit dem „Oldenburger Bullen“, der alle zwei Jahre verliehen wird, ehrt die Stadt Oldenburg Persönlichkeiten für Verdienste in der Wirtschaft und Forschung.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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