Nordloh Ein Bild von einer Kuh hängt in der Mitte des Besucherraums im Büro von Ministerpräsident Stephan Weil. „Etwas zu dick aufgetragen oder ein echter Landwirtschaftsliebhaber?“ Genau diese Frage stellte sich auch Markus Berends.

Der 29-jährige Junglandwirt aus Nordloh reiste gemeinsam mit vier weiteren Landwirten aus Apen und Rastede nach Hannover, um mit dem Ministerpräsidenten Themen wie die Düngeverordnung und Nachhaltigkeit zu sprechen. Vorausgegangen war ein Besuch von Stephan Weil im Mai dieses Jahres. Damals besuchte er den Bauernhof der Familie Timmermann in Nordloh. „Wir haben damals mit ihm gesprochen und ihm angeboten, dass wir auch mal nach Hannover kommen könnten“, erzählt die 28-jährige Junglandwirtin Lena Timmermann.

Im Rahmen einer europaweit durchgeführten Studie 2017 landete Deutschland auf dem vorletzten Platz bei den Nitratwerten. Eine Düngeverordnung sollte diese landwirtschaftlichen Verhältnisse regulieren – für den Junglandwirt ein politisches Statement gegen die deutsche Landwirtschaft: „Wir werden durch diese Verordnung stark beschränkt, und das habe ich dem Minister auch so gesagt“, erzählt er.

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In der Landeshauptstadt diskutierten die Landwirte eine Stunde lang mit Stephan Weil. Durchgedrungen sei man zu ihm und er habe stets inhaltlich und fachlich kompetent geantwortet, so Markus Berends.

Im Zuge der Düngeverordnung wurden im Landkreis Ammerland sogenannte Rote Gebiete bestimmt, in denen nur in bestimmtem Maße gedüngt werden darf. Die landwirtschaftlichen Betriebe von Familie Berends und Timmermann sind davon nicht betroffen. Sie liegen knapp außerhalb der markierten Grenze. „Wir haben Glück, dass wir nicht davon betroffen sind, aber viele unserer Kollegen hat es schlechter erwischt“, erzählt Markus Berends.

Der Stellenwert der Landwirte in der Gemeinschaft ist für Lena Timmermann ein weiterer wichtiger Aspekt. „Wir möchten gerne mitreden, unsere Meinung sagen und politisch aktiv sein“, erzählt sie.

In Zukunft möchte die Junglandwirtin Besichtigungen für Schulklassen auf ihrem Hof durchführen. „Wir haben eine digitale Melkanlage, 300 Tiere und genügend Platz“, scherzt sie.

Michael Diederich Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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