Westerstede Im neuen Jahr will die Stadt Westerstede den Wohnungsbau weiter vorantreiben. Im Fokus steht dabei ein Gelände zu beiden Seiten der Norderstraße. Hier sollen nach den Vorstellungen der Stadt Mehrfamilienhäuser in unterschiedlicher Größe gebaut werden. Den Planungen zufolge soll der Rodelhügel, den Kinder bei Schneefall gerne nutzen, etwas verlegt werden und damit erhalten bleiben.

Wie Bürgermeister Klaus Groß auf NWZ -Nachfrage betonte, solle im Bereich der Norderstraße eine so genannte Nachverdichtung erfolgen und zwar im beschleunigten Verfahren. Erste Planungen könnten noch bis 18. Januar im Rathaus eingesehen werden. Anwohner seien darüber hinaus an diesem Donnerstag, 7. Januar, 19 Uhr, zu einer Versammlung in die Mensa der Robert-Dannemann-Schule eingeladen. „Die Planungen stehen zwar erst am Anfang, aber es sollen insgesamt etwa 70 bis 80 neue Wohnungen in mehreren Mehrfamilienhäusern geschaffen werden“, stellte Groß in Aussicht. Damit wolle die Stadt dem vielfach geäußerten Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum nachkommen. „Mit etwas Glück könnten die ersten Gebäude schon Ende des Jahres stehen“, gibt sich Groß zuversichtlich. Die Vermarktung solle voraussichtlich über die Wohnungsbaugesellschaft erfolgen.

Am Rande der jüngsten Ratssitzung war die bereits beschlossene Planung noch einmal kontrovers diskutiert worden. Hermann Rust (UWG) sprach von veränderten Strukturen für dieses Gebiet. „Wir sollten uns gut überlegen, wo wir so eine massive Bebauung vornehmen.“ Er warnte davor, das Gesicht dieser Grünanlage, die von vielen Spaziergängern genutzt werde, zu verändern und riet zu einem anderen Standort.

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„Wir haben einen großen Nachholbedarf an Mehrfamilienhäusern und bezahlbarem Wohnraum“, entgegnete Uwe Kroon (SPD). Gerade junge Leute und Alleinstehende seien darauf angewiesen. Deshalb komme man um eine Nachverdichtung nicht herum, und das Gelände an der Norderstraße eigne sich. Er wies darauf hin, dass die Grünfläche erhalten bleibe.

Christel Ahlers (Grüne) sah ebenfalls den Bedarf an günstigen Wohnungen, warb aber für eine Planung an anderer Stelle. Insbesondere der eine Teil des Geländes, das ursprünglich einmal für einen Schulneubau vorgesehen war, sollte nicht angetastet werden und für diesen Zweck als Reserve erhalten bleiben.

Momentan gebe es keine Notwendigkeit für den Bau einer neuen Schule, widersprach Peter Drossen (FDP). „Wir brauchen kompakten Wohnraum und bezahlbare Mietwohnungen für Singles oder auch künftige Arbeitnehmer.“ Seiner Ansicht nach vertrage das Gelände an der Dannemann-Schule eine solche Planung, zumal die Stadt dafür auch kein Grundstück erwerben müsse. Dem pflichtete Markus Schneider (CDU) bei. Aufgrund der Schülerzahlen sei ein weiterer Schulbau nicht notwendig. Die vorgestellte Planung sei sinnvoll, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Eine Ansicht, die ebenfalls Frank Lukoschus (SPD) unterstützte. „Die Räumlichkeiten für Schüler reichen aus.“

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Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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