Ammerland /Wahnbek Landwirte haben heutzutage einen schweren Stand. Sie kämpfen mit Vorurteilen, Unkenntnis und werden von manchen mitunter als Tierquäler oder Umweltsünder dargestellt.

Doris Klockgether möchte daran etwas ändern. Als auf ihrem Hof in Wahnbek vor einem Jahr eine Milchzapfanlage eröffnet wurde, war dies der erste Schritt. „Wir wollten mit den Verbrauchern stärker in Kontakt treten“, sagt sie. Und das klappt bisher gut.

Alle Infos zur Anmeldung im Überblick

Drei Bauernhöfe im Ammerland beteiligen sich am Sonntag, 2. Juli, an der Aktion „Frühstück sucht Gast“. Von 10 bis 13 Uhr öffnen sie ihre Hoftore, um Gästen einen Einblick in die Landwirtschaft zu geben. Zunächst gibt es ein Frühstück mit regionalen Produkten, anschließend folgt ein Betriebsrundgang.

Im Ammerland machen die Familie Bollmann in Hollen (Telefon  0 44 58/528), die Familien Klockgether in Wahnbek (Telefon  0441/39 14 20) und die Familie Thye in Linswege (Telefon  0 44 88/ 23 98) mit. Das Frühstück und der Betriebsrundgang kosten pro Person 15 Euro. Kinder bis sechs Jahre nehmen kostenfrei teil, Kinder zwischen sieben und 14 Jahren zahlen einen Euro pro Lebensjahr. Anmeldungen sind bis zum 27. Juni direkt bei den teilnehmenden Betrieben erforderlich.

Weitere Infos gibt es unter www.fruehstueck-sucht-gast.de

Die zweite Stufe folgt nun am 2. Juli. Dann wird sich der Hof Klockgether zum ersten Mal an der vom Kreislandfrauenverband Ammerland/Friesland-Süd organisierten Aktion „Frühstück sucht Gast“ beteiligen. „Ziel dieser Aktion ist es, der Bevölkerung die Landwirtschaft und ihre regionalen Produkte wieder näher zu bringen, und das in privater Bauernhofatmosphäre“, sagt Vorsitzende Ilse Tietjen.

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Der Hof Klockgether besteht in Wahnbek schon seit dem 18. Jahrhundert und ist im Ammerland einer von drei Betrieben, die sich an „Frühstück sucht Gast“ beteiligen (siehe Infokasten). „Wir werden selber Schwarzbrot backen und Konfitüre machen“, sagt Doris Klockgether. Auch Dips, Aufstriche und Rührei sollen selbst zubereitet werden. Alles weitere für das Frühstück wird bei heimischen Betrieben zugekauft – von Brötchen über Aufschnitt bis hin zur Milch.

So will es Familie Bollmann in Hollen ebenfalls halten. „Wir werden vieles selber machen“, sagt Astrid Bollmann. Zum vierten Mal macht sie bereits mit bei „Frühstück sucht Gast“. „Die Leute sind sehr interessiert“, sagt Dirk Bollmann. Er hat festgestellt, dass viele nur sehr wenig Kenntnis davon haben, wie es auf einem Bauernhof zugeht.

Genau diese Zielgruppe will der Kreislandfrauenverband denn auch ansprechen. „Wir hoffen auf viele Gäste, die nichts mit Landwirtschaft zu tun haben oder ihr kritisch gegenüber stehen“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Ingrid Janßen. Deshalb ist nach dem Frühstück auch ein Betriebsrundgang auf den teilnehmenden Höfen vorgesehen – um mit Vorurteilen und Unkenntnis aufzuräumen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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